Das Angebot der UniCredit an Commerzbank-Aktionäre zum Tausch von Anteilen läuft noch rund zwei Wochen. Doch ihr Ziel könnten die Mailänder nun bereits erreicht haben. Die Commerzbank-Papiere reagieren darauf im heutigen Handel positiv.
Das Wichtigste kurz und knapp
• UniCredit hat laut Insidern die wichtige 30-Prozent-Schwelle bei der Commerzbank überschritten und vermeidet damit ein deutlich teureres Pflichtangebot für alle Aktionäre.
• Die Commerzbank-Aktie reagierte positiv auf die Nachricht und markierte im Intraday-Handel mit 37,74 Euro ein neues Jahreshoch
• Für bestehende Aktionäre bleibt die Lage attraktiv.
Die UniCredit hat mit ihrer Übernahmeofferte für die Commerzbank laut Insidern die wichtige Marke von 30 Prozent überschritten. Commerzbank-Aktionäre hätten den Italienern inzwischen so viele Anteile angedient, dass die direkte Beteiligung der Unicredit von zuletzt knapp 26,8 Prozent auf mehr als 30 Prozent steigt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Der Kurs der Commerzbank-Aktie lag nach den Neuigkeiten am Morgen mit rund 1,5 Prozent im Plus bei 37,52 Euro. Indem die UniCredit mit ihrem freiwilligen Übernahmeangebot die 30-Prozent-Schwelle überschreitet, vermeidet sie, ein deutlich teureres Pflichtangebot für alle Commerzbank-Aktien abgeben zu müssen. Statt Geld bietet das Mailänder Geldhaus für jedes Commerzbank-Papier 0,485 Unicredit-Aktien.
Auf Basis der jüngsten Schlusskurse ist das weniger, als man für eine Commerzbank-Aktie derzeit an der Börse bekommt. Zusätzlich verfügt die UniCredit über Finanzinstrumente, mit denen sie auf eine größere Zahl weiterer Commerzbank-Aktien zugreifen kann. Die Schlinge zieht sich also immer weiter zu für die Commerzbank-Führung.
Im Intraday-Handel verhalf die Meldung über das Erreichen der 30-Prozent-Schwelle durch die UniCredit zu einem neuen Jahreshoch bei 37,74 Euro. Wer bereits investiert ist, lässt die Gewinne weiter laufen und ändert an seiner Investition somit nichts. Riskanter ist es, jetzt noch einzusteigen und auf eine Erhöhung des Tauschangebots zu setzen.
FAQs zur Commerzbank:
Was macht die Commerzbank?
Die Commerzbank ist eine der führenden Banken in Deutschland. Sie betreut Privatkunden, Firmenkunden und institutionelle Investoren. Nach der Deutschen Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte börsengelistete Bank Deutschlands.
Ist die Commerzbank-Aktie im DAX gelistet?
Ja, die Commerzbank-Aktie ist im DAX gelistet und zählt damit zu den wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.
Zahlt die Commerzbank eine Dividende?
Ja, die Commerzbank zahlt grundsätzlich eine Dividende. Die Höhe hängt von der Geschäftsentwicklung, der Kapitalausstattung und den Beschlüssen von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung ab. In den vergangenen Jahren wurde sie mehrfach kräftig erhöht. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 1,10 Euro je Aktie gezahlt.
Mit Material von dpa-AFX
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:32