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19.06.2018 DER AKTIONÄR

Ceconomy: Kapitalerhöhung lässt Aktie abstürzen

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DAX

Der Elektronikhändler Ceconomy - besser bekannt durch seine beiden Händler-Ketten Media Markt und Saturn - leidet unter großen Verlusten in seinem Russland-Geschäft. Nun soll eine Kapitalerhöhung frisches Kapital herbeischaffen. Das gefällt der Börse gar nicht - die Ceconomy-Aktie stürzt ab.

Der MDAX-Konzern will seine defizitären russischen Media Markt-Filialen an die russische Safmar-Gruppe und deren Ableger M.video abgeben und sich im Gegenzug mit 15 Prozent an M.video beteiligen. Diese Beteiligung soll nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden, sondern über eine Kapitalmaßnahme - auf Kosten der Aktionäre.

Konzern bestätigt Kapitalpläne

Ceconomy plane eine Kapitalerhöhung im Umfang von rund 300 Millionen Euro - entsprechend rund zehn Prozent des Grundkapitals, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf interne Quellen. Mittlerweile wurden diese Gerüchte bestätigt. Das Unternehmen will auf bestehendes genehmigtes Kapital zurückgreifen und das Bezugsrecht der jetzigen Aktionäre ausschließen. Eine endgültige Entscheidung dazu werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Der MDAX-Konzern begründete die Kapitalpläne damit, sich "genügend Spielraum" erhalten und die Bilanz stärken zu wollen. Damit sei das Unternehmen zum einen gewappnet für die möglichen Folgen des weitgehenden Rückzugs aus Russland, habe aber zum anderen auch "etwaige weitere strategische Maßnahmen" im Blick.

Ceconomy-Aktie auf Rekordtief

Auch angesichts der aktuellen Börsenschwäche dürfte die Kapitalmaßnahme nicht einfach werden. Die Ceconomy-Aktie stürzt am Dienstag zeitweise um gut zwölf Prozent auf 7,57 Euro ab. Da die Geschäftsaussichten von Ceconomy auch ohne das darbende Russland-Geschäft nicht gerade rosig sind, sollten interessierte Anleger vorerst an der Seitenlinie verharren.

Im vergangenen Sommer trennte sich der Elektronik-Teil der Metro AG von dem ehemaligen DAX-Konzern ab und läuft seitdem als Ceconomy. Die verbliebenen Groß- und Einzelhandels-Märkte Metro und Real sind als Metro AG börsennotiert. Auch die Metro-Aktie verliert am Dienstag.

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