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08.10.2021 Marion Schlegel

Studien für Corona-Mittel von Merck & Co gestoppt – die Auswirkungen für BioNTech & Co

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Merck & Co

Es war der Paukenschlag in der vergangenen Woche, als der US-Pharmakonzern Merck & Co Studiendaten zu seinem neuen Corona-Medikament Molnupiravir veröffentlichte. Die Hoffnung: Die Corona-Pille könnte den Wendepunkt in der Coronakrise bringen. Nun haben aber zwei indische Arzneimittelhersteller Studien mit dem Mittel gestoppt.

Merck & Co (WKN: A0YD8Q)

Die von Merck & Co in der vergangenen Woche veröffentlichten Studiendaten zeigte, dass das neue Mittel die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe bei Risiko-Patienten halbiert. Entsprechende Zulassungsanträge sollten nun rasch vorangetrieben werden.

Derartig oral verabreichte Medikamente würden wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Entlastung der Krankenhäuser spielen, die aktuell Corona-Patienten behandelten, schrieb Analyst Andrew Baum von der US-Bank Citigroup. Die Aktien von Merck & Co verzeichneten draufhin einen kräftigen Kurssprung.

Nun ergaben aber Studien aus Indien, dass Molnupiravir keine „signifikante Wirksamkeit“ gegen mittelschwere Covid-19-Erkrankungen gezeigt habe, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die beiden indischen Arzneimittelhersteller Aurobindo Pharma und MSN Laboratories wollen ihre jeweiligen Spätphase-Studien mit dem experimentellen antiviralen Medikament bei mittelschweren Covid-19-Fällen deswegen einstellen.

Beide Pharmaunternehmen würden jedoch ihre separaten Studien bei Patienten mit milden Covid-19-Erkrankungen fortsetzen, so ein Expertenausschuss der indischen Arzneimittelbehörde.

Die Aktie von Merck & Co zeigt bislang keine Reaktion auf die Meldung. Diese verdeutlicht aber, dass die Länder weltweit weiter auf die bereits zugelassenen Corona-Impfungen im Kampf gegen Corona setzen werden. Hier sind weiter die AKTIONÄR-Empfehlungen BioNTech und Moderna die Favoriten. Doch auch das Merck-Mittel bleibt ein Hoffnungsträger, wenn es um einen vielseiten Kampf gegen Corona geht. Bei Merck & Co liegt deswegen weiter ein Abstauberlimit bei 66 Euro im Markt.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von BioNTech befinden sich im AKTIONÄR-Depot und im Hebel-Depot.

(Mit Material von dpa-AFX)

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