Der DAX dürfte heute nahezu unverändert in den heutigen handle starten. Bereits zum Wochenauftakt hatte er sich kaum bewegt. Der deutsche Leitindex schloss am Montag 0,1 Prozent höher bei 25.254 Punkten, nachdem er am Freitag deutlich zugelegt hatte. Der MDAX gab um 0,1 Prozent auf 30.427 Punkte nach, der EuroStoxx 50 gewann 0,1 Prozent auf 6.242 Zähler.
Gebremst wurde die Kauflust gestern von der Politik und vom Anleihemarkt. In Spanien kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez Neuwahlen für den 29. November an, die Rendite zehnjähriger spanischer Staatsanleihen stieg auf 4,12 Prozent. In Frankreich entspannte sich die Lage etwas: Die zehnjährige Rendite sank auf 4,85 Prozent, nachdem sie am Freitag knapp unter der Marke von fünf Prozent gelegen hatte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Montag mit 3,49 Prozent; in der Vorwoche hatte die Rendite mit 3,65 Prozent den höchsten Stand seit 2009 erreicht.
Heute, am Dienstag, richtet sich der Blick zunächst auf die deutsche Industrie. Um 08:00 werden die Auftragseingänge für August veröffentlicht; die Konsensprognose lautet auf einen Rückgang um 1,0 Prozent zum Vormonat nach einem Plus von 2,5 Prozent im Juli. Um 11:00 folgen die Einzelhandelsumsätze der Eurozone (Prognose: plus 0,3 Prozent, Vorwert: minus 0,6 Prozent), am Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht und die US-Handelsbilanz. „Die Stimmung der Anleger bleibt wankelmütig wie eine Wetterfahne“, sagte gestern Timo Emden, Chefmarktanalyst bei CapTrader. Andreas Lipkow von CMC Markets bezeichnete die hohen Renditen französischer Staatsanleihen als Belastungsfaktor. Aufseiten der Unternehmen steht lediglich der Investorentag von Marvell im Kalender.
Anleger dürften weiterhin die Gewinner und Verlierer des Vortags im DAX im Blick haben. Am Montag führte Rheinmetall den Leitindex mit einem Plus von 2,4 Prozent an. Fresenius Medical Care folgte mit 1,8 Prozent. Am Ende des Index verlor Bayer 2,2 Prozent; Heidelberg Materials und Infineon gaben jeweils 1,8 Prozent nach.
Am Ölmarkt bleibt die Marke von 100 Dollar im Blick. Brent kostete am frühen Dienstagmorgen 100,51 Dollar je Barrel, nachdem der Preis am Montagnachmittag bei 101,66 Dollar gelegen hatte. Gegenüber diesem Vergleichswert entspricht das einem Rückgang von rund 1,1 Prozent. Die OPEC+ hatte ihre Förderziele für November unverändert gelassen. Gold kostete am Montag in London rund 4.152 Dollar je Feinunze. Der Bitcoin scheiterte am Montag an der Marke von 87.000 Dollar und notierte am Abend bei 85.606 Dollar.
An der Wall Street ging es am Montag aufwärts. Der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent auf 51.268 Punkte, der S&P 500 um 0,7 Prozent auf 7.774 Zähler. Der Nasdaq 100 gewann 0,9 Prozent auf 31.076 Punkte und markierte im Handelsverlauf bei 31.117 Punkten ein Rekordhoch. Gesprächsthema war die Übernahme des Softwareherstellers PTC durch Schneider Electric für 22,6 Milliarden Dollar. Die PTC-Aktie sprang daraufhin um rund ein Drittel nach oben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,31 Prozent.
Am Dienstagmorgen lagen die zuletzt verfügbaren Kurse bei etwa plus 0,8 Prozent für den Nikkei 225 und den Hang Seng. Der südkoreanische Kospi verlor rund 1,1 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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