Der deutsche Leitindex DAX ist verhalten in die neue Woche gestartet. Nach einem wechselhaften Handel legte der Leitindex am Ende 0,1 Prozent auf 25.254,21 Punkte zu. Der MDAX gab 0,1 Prozent auf 30.426,98 Zähler nach. Die kräftigen Gewinne vom Freitag konnten sich damit zunächst nicht fortsetzen.
Hohe Ölpreise und gestiegene Renditen europäischer Staatsanleihen, darunter französischer Papiere, halten Anleger in Habachtstellung. Auch politische Unsicherheit in Deutschland, Frankreich und Spanien bremst. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte Neuwahlen an, nachdem seine Dekrete gegen die Wohnungsnot gescheitert waren.
Vom Ende August erreichten Rekordhoch bei 26.618 Punkten ist der DAX weiterhin deutlich entfernt. Seit seinem Tief am Donnerstag, dem niedrigsten Stand seit Ende Juli, hat er sich aber etwas erholt. Dazu trug der am Freitag schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht bei: Er milderte die Sorgen über Inflation und Zinsen.
Die stärksten Werte des Tages im DAX waren Rheinmetall, Fresenius Medical Care, GEA Group, Volkswagen und Continental mit Zugewinnen von bis zu 2,4 Prozent. Am DAX-Ende rangierte die Aktie von Bayer, die mehr als zwei Prozent nachgab. Auch Heidelberg Materials, Infineon, DHL und Hochtief präsentierten sich schwach. Verluste von bis zu 1,8 Prozent standen hier zu Buche.
Deutlich zulegen konnte heute auch die Aktie von SAP. Ein milliardenschweres Kaufangebot von Schneider Electric für den US-Softwareanbieter PTC rückte am Montag Softwarewerte in den Fokus. SAP stieg am Ende 0,6 Prozent. Im MDAX führte Nemetschek mit einem Plus von 4,3 Prozent die Gewinnerliste an; im SDAX verteuerten sich TeamViewer um 4,2 Prozent. Schneider Electric geriet dagegen deutlich unter Druck: Die Aktie verlor in Paris rund zehn Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf den hohen Preis der geplanten Übernahme.
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