Der DAX dürfte heute mit einem leichten Minus von 0,08 Prozent in den heutigen Handel starten. Am Freitag erholte sich der Leitindex vom tiefsten Stand seit Juli und schloss 1,2 Prozent höher bei 25.231 Punkten, nachdem er am Donnerstag zeitweise unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht war. Auf Wochensicht blieb ein Minus von 0,7 Prozent.
Auslöser der Erholung war ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht: Im September entstanden nur 29.000 neue Stellen, erwartet worden waren 90.000. Das dämpfte die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank. Eine Taxierung des Brokers IG für den Handelsstart am heutigen Montag lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Thema des Wochenendes war der Ölmarkt. Die jemenitischen Huthi erklärten, eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco in Riad mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition nannte die Angaben irreführend, Schäden an Anlagen bestätigte das Land nicht. Zudem beließen sieben Kernländer des Förderverbunds OPEC+ ihre Förderziele für November unverändert. Brent zog am Sonntagabend zunächst auf rund 103 Dollar an, gab die Gewinne am Montagmorgen aber wieder ab.
Heute richtet sich der Blick auf den ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor um 16:00 Uhr. Der Konsens liegt bei 55,2 Punkten nach 55,4 Punkten im August. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, wertete den Arbeitsmarktbericht als Bestätigung dafür, dass die Fed die Zinsen nur moderat anhebt. Timo Emden, Chefmarktanalyst beim Broker CapTrader, rechnet damit, dass die Anleihemärkte dies- und jenseits des Atlantiks weiter für Kopfzerbrechen sorgen. In der Eurozone stehen die Einkaufsmanagerindizes der Dienstleister in zweiter Lesung, das Sentix-Investorenvertrauen und die Erzeugerpreise an. Auf Unternehmensseite lädt die Deutsche Telekom ab 12:00 Uhr zum KI-Investorentag nach Bonn, Air Liquide hält einen Kapitalmarkttag ab.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Am Freitag führte Infineon den Index mit einem Plus von 8,8 Prozent an, gefolgt von Titeln wie Qiagen (5,8 Prozent) sowie Hochtief, Airbus und Siemens Energy. Daimler Truck war mit einem Minus von 2,0 Prozent das Schlusslicht. Auch SAP und Bayer gaben mindestens ein Prozent nach.
Am Rohstoffmarkt kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent am Montagmorgen rund 101 Dollar und damit 0,9 Prozent weniger. Gold notierte mit rund 4.138 Dollar je Feinunze kaum verändert. Der Bitcoin hatte am Freitag mit 87.219 Dollar den höchsten Stand seit rund einer Woche erreicht und wurde zuletzt bei rund 86.700 Dollar gehandelt.
An der Wall Street erreichten die Technologieindizes am Freitag Rekordstände. Der Nasdaq 100 gewann 1,0 Prozent auf 30.808 Punkte, der S&P 500 stieg um 0,7 Prozent auf 7.723 Punkte und der Dow Jones um 0,5 Prozent auf 51.177 Punkte. Nvidia legte nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 150 Milliarden Dollar um 1,3 Prozent zu, Nike verlor nach einem schwachen Ausblick 3,6 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag zum Handelsschluss bei 5,28 Prozent.
In Asien folgten die Börsen am Montag überwiegend den US-Vorgaben. Der Nikkei 225 in Tokio stieg im Handelsverlauf um 2,5 Prozent auf 70.038 Punkte, gefragt waren vor allem Chipwerte. Der Hang Seng in Hongkong gab dagegen um 0,2 Prozent nach. Die Börsen auf dem chinesischen Festland bleiben wegen Feiertagen bis Mittwoch geschlossen.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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