Der DAX dürfte heute mit einem Minus von 0,6 Prozent in den Tag starten. Der deutsche Leitindex beendete gestern den September mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 25.199 Punkte. Gute Nachrichten aus den USA stützten nur zeitweise, schwerer wog die deutsche Inflationsrate, die im September auf 3,3 Prozent stieg.
Der DAX rutschte damit unter die 100-Tage-Linie, für den Monat steht ein Minus von 4,0 Prozent zu Buche. Für Gesprächsstoff sorgt Micron. Der US-Speicherchiphersteller steigerte den Umsatz im vierten Geschäftsquartal um 379 Prozent auf 54,23 Milliarden Dollar und stellt für das laufende Quartal rund 61,50 Milliarden Dollar in Aussicht – deutlich mehr als erwartet. Im Blick stehen damit die deutschen Chipwerte wie Aixtron, SUSS MicroTec und Siltronic, die schon gestern zu den Gewinnern im MDAX zählten.
Nach Xetra-Schluss hat zudem Volkswagen zehn Tarifverträge zum Jahresende gekündigt, darunter den Manteltarifvertrag. Auf der Terminseite stehen am Vormittag die zweiten Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in Deutschland und der Eurozone. Am Nachmittag folgt mit dem ISM-Index der US-Industrie der wichtigste Termin des Tages: Im August lag er bei 54,6 Punkten, der Preisindex bei 71,1 Punkten. Nach US-Börsenschluss legt Nike Quartalszahlen vor, erwartet wird ein Gewinn je Aktie von 0,44 Dollar.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. An der DAX-Spitze stand gestern Zalando mit einem Plus von 3,8 Prozent, BMW gewann nach dem Kapitalmarkttag 1,5 Prozent. Schlusslicht war die Commerzbank mit einem Minus von 4,0 Prozent, nachdem Deutsche Bank Research die Aktie auf „Halten“ abgestuft hatte.
Brent kostet zum Kontraktwechsel rund 98 Dollar je Barrel, der Iran-Krieg und die faktisch gesperrte Straße von Hormus halten den Preis nahe der 100-Dollar-Marke. Gold gab 0,6 Prozent auf 4.155 Dollar je Feinunze nach, Bitcoin notiert bei rund 83.400 Dollar.
An der Wall Street verpuffte eine schwächer als erwartet ausgefallene Kerninflation von 3,0 Prozent. Weil das US-Wachstum im zweiten Quartal auf 2,2 Prozent nach oben korrigiert wurde, stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bis an 5,30 Prozent. Der Dow Jones verlor 0,9 Prozent auf 50.906 Punkte, der S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7.652 Punkte nach, der Nasdaq Composite legte 0,2 Prozent auf 26.861 Punkte zu. In Asien eröffnete der Nikkei 225 rund 0,9 Prozent fester, die Stimmung der japanischen Großindustrie verbesserte sich laut Tankan-Bericht leicht. Der südkoreanische Kospi gab 0,8 Prozent nach, die Börsen in China und Hongkong bleiben wegen Feiertagen geschlossen.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 06:26
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