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BMW: Der tiefste Stand seit 6 Jahren

BMW: Der tiefste Stand seit 6 Jahren
Foto: Chris Redan/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 17:30 ‧ Thorsten Küfner
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Die Aktie von BMW hat derzeit an der Börse einen richtig schwierigen Stand. So sind die Anteilscheine des Münchner Autobauers in dieser Handelswoche auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gefallen. Damals lag es vor allem an der Corona-Krise, diesmal ist es ein Mix aus verschiedenen für den DAX-Konzern ungünstigen Entwicklungen.

Zum einen belastet natürlich die Geopolitik. Die Zollstreitigkeiten belasten den Kurs immer wieder, dazu die anhaltend hohen Energiepreise und natürlich die eher schleppend laufende Weltkonjunktur. Zu allem Überfluss läuft es für BMW im wichtigen chinesischen Markt schlecht. 

Die Marge im Autogeschäft sank im zweiten Quartal von 5,4 auf 2,3 Prozent. BMW rechnet für 2026 inzwischen nur noch mit einer operativen Marge von 1 bis 3 Prozent. Auch bei den Auslieferungen wird ein leichter Rückgang erwartet. Zusätzlicher Druck kommt von Zöllen, Wechselkurseffekten und den Folgen des Konflikts im Nahen Osten. BMW verwies auf höhere Kosten und eine schwächere Kauflaune. Geplante Sparmaßnahmen dürften das Ergebnis zunächst durch einen einmaligen negativen Effekt belasten. Die Anleger warten deshalb auf die neuen Mittelfristziele, die BMW am 30. September vorlegen will. Entscheidend wird sein, ob der Konzern zeigen kann, wie die „Neue Klasse“ Absatz, Cashflow und Margen verbessern soll. 

Auch die gestern veröffentlichten Zulassungszahlen im Juli und im August konnten am bestehenden Abwärtsdruck nichts ändern. So lagen die Neuzulassungen in beiden Sommermonaten leicht über dem Vorjahresniveau, jeweils mit einem Plus von weniger als einem Prozent. Damit hat sich im Vergleich zu Konkurrenten wie beispielsweise Volkswagen (mehr dazu lesen Sie unter: Volkswagen: Das wird spannend) konnte sich BMW immerhin deutlich besser behaupten können. 

BMW (WKN: 519000)

Durch den jüngsten Kursrückgang hat sich das ohnehin bereits etwas angeschlagene Chartbild zusätzlich eingetrübt. Aufgrund dessen sollte man jetzt nicht in das fallende Messer greifen. Stattdessen sollte zunächst von der Seitenlinie aus abgewartet werden, bis sich der BMW-Aktienkurs wieder nachhaltig stabilisiert hat. 

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