Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
02.09.2015 Maximilian Steppan

BMW-Analyst: "Noch Schlimmeres zu erwarten" - Aktie trotzdem kaufen!

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BMW
Trendthema

BMW kam nach einem kleinen Absatzknick im Juli dank seiner Verkaufsschlager in den USA wieder auf die Beine. Die Verkäufe der 3er-Reihe zogen wieder an: Insgesamt stieg der Konzernabsatz um zwei Prozent auf knapp 33.000 Autos. Doch die Sorgen um den chinesischen Absatzmarkt bleiben. 

Deshalb hat Analyst Max Warburton vom US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für BMW von 100 auf 85 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Market-Perform" belassen. Die Profitabilität im chinesischen Automarkts lasse nach, und es gehe auch an die Gewinne der deutschen Hersteller, schrieb Warburton in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Nach den ersten Anzeichen im zweiten Quartal sei noch Schlimmeres zu erwarten. Der Experte kürzte seine Gewinnschätzungen für die deutschen Autobauer. Angesichts der jüngsten Kursverluste deutscher Autoaktien schienen die Anleger sich der Probleme in China aber bewusst zu sein.

Beim Blick auf den Ein-Jahreschart wird deutlich: Die BMW-Aktie hat nach der Rallye zu Jahresbeginn den Rückwärtsgang eingelegt. Die 200-Tage wurde durchschnitten und liegt nun weit unter dem DAX-Titel. Sicherlich ein düsteres Chartbild, das Anleger eigentlich abschrecken sollte. Aber seit dem Jahrestief bei 74,59 Euro ist der generierte Aufwärtsimpuls weiter intakt. Wichtige wäre, dass die Aktie kurzfristig den Widerstand bei 83,73 Euro knackt um ein neues Hoch zu generieren. Mut macht auch der Drei-Jahres-Chart. Denn die horizontale Unterstützung bei 76,16 Euro hat zum zweiten Mal gehalten, da das Papier diese Marke nach dem Jahrestief wieder zurückerobert hatte.

Bei der BMW-Aktie sollte vor einem Einsteig zunächst eine nachhaltige Bodenbildung abgewartet werden. Unter den Autobauern im DAX favorisiert DER AKTIONÄR weiter die Aktie von Daimler.

(Mit Material von dpa-AFX)


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