17.12.2018 Florian Söllner

Blockchain und Bitcoin: 2019 wird wieder besser

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BITCOIN GR.
Trendthema

Auszug aus dem aktuellen Bitcoin Report: Die Erfahrenen unter uns erinnern sich: Neuer Markt! Ein Hype zur Jahrtausendwende – danach kam der Crash. Überlebt haben nur wenige Firmen wie Mobilcom oder Freenet – beide gegründet von Gerhard Schmid, der zwischenzeitlich zum Milliardär wurde. 20 Jahre später ist der damalige First Mover zurück – und zwar im Blockchain-Space mit einem ICO namens BaaS Token, einer Plattform für Blockchain-Apps. Wir haben gerade mit ihm telefoniert. Für ihn war bereits der Neue Markt als Finanzierungsform eine „geile Nummer“ – und nun begeistert er sich für die Blockchain. Erst auf den zweiten Blick habe er die Vorteile verstanden. Drei Charakteristika gefallen ihm besonders: 1. Die  Fälschungssicherheit etwa von sensiblen Ersatzteilen für Flugzeuge. 2. Die Möglichkeit, Prozesse wie etwa die Wartung von Narkosegeräten direkt und effizient zu managen. Und 3. die elektronische Unterschrift: Der digitale Vertrag funktioniert ohne eine dritte Partei, da der dezentrale Konsens in der Blockchain besteht.

Vom Bitcoin selbst hält er übrigens wenig – er sieht keinen Zins und keinen Nutzen. Hier habe ich ihm widersprochen, denn eine mit Sicherheit in der Anzahl der Stücke begrenzte digitale Währung wird aus meiner Sicht immer ihre Berechtigung haben – solange klassische Leitwährungen inflationiert und streng von Dritten, Staaten und Banken, kontrolliert werden. Ich bin hier natürlich mehr bei Bitcoin-Pionier Robert Küfner, den wir ebenfalls gerade gesprochen haben – für ihn sollte jeder zumindest ein wenig Bitcoin als Versicherung, als digitale Krisenwährung halten. Doch auch er sieht den Boden noch nicht gefunden – und setzt wie Schmid 2019 primär auf die Durchdringung der  Geschäftsprozesse mittels neuer Blockchain-Generationen.

In einem sind wir uns alle einig: Die Technologie ist erst am Beginn und sehr, sehr aussichtsreich. Was die Kurse von Bitcoin und Co angeht, können wir 2018, das Jahr der Korrektur nach der 2.000-Prozent-Rallye 2017, nun abhaken. 2019 wird besser.