10.12.2013 Markus Bußler

Bitcoins: Besser als Gold, Euro oder Dollar? Schauen Sie sich das bitte an

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DAX

Sind Bitcoins das bessere Geld? Werden wir schon bald die Internetwährung verwenden? Diese Fragen treiben sicherlich derzeit nicht nur die Anleger an der Börse um. Bei den Kollegen des Deutschen Anlegerfernsehens trafen Prof. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa, und Lutz Karpowitz, Währungsexperte der Commerzbank, im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander. Es entwickelte sich ein reges Streitgespräche zwischen den beiden Experten.

"Wenn ich auf die Entwicklung blicke, so zeigt sich ein Währungswettbewerb. Die schadhaften Papiergeldwährungen bekommen einen neuen Konkurrenten, eine virtuelle Währung. Das ist der Wettbewerb, der versucht, ein besseres Geld hervorzubringen. Wie der Wettbewerb ausgeht, ist ungewiss", so Prof. Thorsten Polleit. "Was wir erst mal sehen, ist, dass der Kurs an den Bitcoin-Börsen steigt", so Währungsexperte Lutz Karpowitz. Das Problem bei den Bitcoins liege aber noch darin, dass sie extremen Schwankungen unterlägen. "Im Laden könnte man nicht kalkulieren, weil man am Morgen das Doppelte an Wert bekommen würde, was man am Abend bekommt", ergänzt Karpowitz. Seiner Ansicht nach könnten die Bitcoins daher keine Transaktionswährung werden. "Das heisst: Bitcoins zerstören sich systemimmanent selbst." Hier geht es direkt zu diesem mehr als sehenswerten Gespräch der beiden Experten.

 

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