Günstige Titel für Schnäppchenjäger
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14.12.2020 Lars Friedrich

BioNTech-Aktie crasht trotz Milliarden-Übernahme – der Tag an der Wall Street

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BioNTech

Kein schöner Handelstag für Anleger, die eigentlich auf die Impfstoff-Gewinner-Aktien gesetzt haben: BioNTech verliert zweistellig, auch Pfizer schwächelt. Der Beginn der Corona-Impfungen in den USA und die Aussicht auf ein milliardenschweres Hilfspaket für die US-Wirtschaft haben die Kurse an den US-Börsen nur kurzzeitig angetrieben.

Nach einem neuerlichen Rekordhoch drehte der Dow Jones Industrial am Montag ins Minus, das am Ende 0,62 Prozent betrug (29.861,55 Punkte). Der S&P 500 gab um 0,44 Prozent auf 3.647,49 Punkte nach. Für den Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,70 Prozent auf 12.462,21 Zähler aufwärts.

Eine Kaufempfehlung der Bank UBS für McDonald's ließ den Kurs der Fastfood-Kette um zwei Prozent steigen – der Tagesgewinner im Dow.

Anleger setzten auf eine baldige Einigung auf ein rund 900 Milliarden US-Dollar schweres Konjunkturpaket, hieß es am Markt. Die Optimisten in Sachen Brexit-Handelspakt sehen zudem weiterhin gute Chancen für einen Handelspakt zwischen den Briten und der Europäischen Union, da die Gespräche über einen Deal immer noch laufen. Das konnte die Kurse jedoch nicht mehr befeuern. Eine milliardenschwere Übernahme im Pharmasektor ließ die Investoren bei Pharma- und Biotechnologie-Aktien zugreifen.

Astrazeneca schiebt Biotech- und Pharma-Sektor an

Nach einer Notfallzulassung begannen in den Vereinigten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus mit einem Impfstoff von Biontech und Pfizer. Doch der Biontech-Kurs sackte um 15 Prozent ab. Pfizer fiel um 4,6 Prozent. Gewinnmitnahmen nach den starken Kursanstiegen.

Doch weniger Impfstoff-Themen als vielmehr eine Milliardenübernahme bewegte die Pharmabranche: Der britische Arzneimittelhersteller Astrazeneca will den US-Konkurrenten Alexion für insgesamt 39 Milliarden US-Dollar kaufen. Der Kurs der Alexion-Aktie schoss daraufhin um fast 30 Prozent nach oben. Mit den Aktien von Incyte, BioMarin, Regeneron und Vertex verteuerten sich weitere Unternehmen aus der Branche um bis zu knapp 7 Prozent.

(mit Material von dpa-AFX)

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