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Bilfinger: Nicht schon wieder!

Bilfinger: Nicht schon wieder!
Foto: Strahlengang/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 13:53 ‧ Thorsten Küfner
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Bilfinger blickt trotz der Folgen des Iran-Kriegs optimistisch auf das Geschäftsjahr 2027. "Wir sehen, dass wir ein Geschäft vor uns haben", sagte Vorstandschef Thomas Schulz am Donnerstagabend in Mannheim. Die Nachfrage habe zuletzt spürbar angezogen. Offen sei jedoch, wie viel davon Kunden noch 2026 abrufen.

Erst vor gut drei Wochen hatte der Industriedienstleister seine Jahresprognose wegen der höheren Energiekosten gesenkt. Mit dem Sparprogramm „Agile“ will Bilfinger Kosten senken und die Organisation flexibler aufstellen. Geplant ist der Abbau von bis zu 1.500 Stellen. Außerdem sollen Maßnahmen stärker gebündelt, Kapazitäten an die Marktlage angepasst und globale Shared Services eingerichtet werden. "Es gibt keinen Bereich, wo wir nicht reinschauen", sagte Schulz. Wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs werde das ursprünglich bis 2030 angelegte Programm beschleunigt. "Es ist egal, was am Markt passiert, wir müssen flexibler werden", betonte der Manager.

Für das vierte Quartal sind zunächst Rückstellungen von 75 Millionen Euro vorgesehen. Ab 2028 rechnet Bilfinger mit jährlichen Einsparungen in gleicher Höhe.

Für 2026 erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro statt der zuvor prognostizierten 5,4 bis 5,9 Milliarden. Die bereinigte Ebita-Marge soll einschließlich einmaliger Programmkosten 3,2 bis 3,6 Prozent erreichen; ohne diese Belastungen stellt Bilfinger 4,6 bis 5,0 Prozent in Aussicht. Zuvor hatte die Prognose bei 5,8 bis 6,2 Prozent gelegen. Die Mittelfristziele bleiben bestehen: Bis 2030 soll der Umsatz jährlich durchschnittlich um acht bis zehn Prozent wachsen, auch durch Übernahmen. Für die bereinigte operative Marge peilt Bilfinger dann acht bis neun Prozent an.

Bilfinger (WKN: 590900)

Die jüngsten Zahlen machen eher wenig Mut. Daher bleibt es dabei: Anleger sollten derzeit nicht ins fallende Messer greifen und an der Seitenlinie verharren. 

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