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11.04.2019 Michel Doepke

Bayer: Nächste Attacke – die Nerven liegen blank

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Bayer

Bayer gerät immer mehr in die Kritik. Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, der massive Stellenabbau, das Kursdesaster: Aktionäre und Politik lassen aktuell kein gutes Haar am Leverkusener Konzern. Mit der Deka übt nun ein Großinvestor öffentliche Kritik an Bayer laut einem Reuters-Bericht.

Management unter Druck

Zuletzt verteidigte sowohl das Bayer-Management als auch der Aufsichtsrat die Monsanto-Übernahme. “Wenn eine Übernahme in einem so kurzen Zeitraum solche Vermögens- und Reputationsschäden verursacht, ist das schon drastisch”, so Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei der Deka gegenüber Reuters. Da könne man nicht mehr von einer erfolgreichen Akquisition sprechen.

Greift eine Heuschrecke zu?

Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten haben die Bayer-Aktie zugesetzt. Der Börsenwert ist auf gut 57 Milliarden Euro zusammengeschrumpft, gleichzeitig ist die Bilanz der Leverkusener durch die milliardenschwere Übernahme des Saatgut-Riesen aufgebläht.

In der aktuellen Börsenbewertung ist schon einiges an Negativem eingepreist. Doch solang das toxische Glyphosat-Asset im Konzernverbund schlummert und die Rechtsrisiken nicht beseitigt sind, dürfte sich daran wenig ändern. Denn die Bilanz ist klar angeschlagen. Bayer stellt bereits die verbleibenden Anteile an Currenta und die Tiergesundheit-Sparte zur Disposition. Doch was ist mit dem starken Pharmageschäft? Eine Abspaltung mit möglichem Börsengang könnte eine Alternative sein. Das Elliott Management unter der Leitung von Paul Singer, bekannt als aktivistischer Investor („Heuschrecke“), hält offenbar Anteile an Bayer. Gegenüber DER AKTIONÄR wollte der Hedgefonds keinen Kommentar zur Größe der Beteiligung und der Investmentstrategie abgeben.

Weiter abwarten

An der grundsätzlich kritischen Einschätzung von DER AKTIONÄR hat sich nichts geändert. Das Bayer-Management rund um CEO Werner Baumann muss schleunigst das Vertrauen der Aktionäre wie der Deka, dem Fondshaus der Sparkassen, zurückgewinnen. Anleger sollten vorerst weiter die Sache von der Seitenlinie aus beobachten.

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