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27.04.2015 Stefan Limmer

BASF vor Zahlen: Wie schlimm wird es wirklich?

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Der Chemiekonzern BASF veröffentlicht am Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres. Der Einbruch des Ölpreises dürfte im Auftaktquartal Spuren in der Bilanz hinterlassen haben. Die Aktie steht derweil wieder in Schlagdistanz zum alten Jahreshoch.

Der starke Ölpreisverfall hat jedoch nicht nur Nachteile für BASF. Bei einem hohen Ölpreis macht die BASF Geld im Ölgeschäft, bei einem niedrigen im Chemiegeschäft, hatte BASF-Chef Kurt Bock vor wenigen Monaten gesagt. In der Chemiebranche spielen Öl und Gas nicht nur als Energie eine wichtige Rolle, sondern sind auch direkte Ausgangsstoffe zahlreicher chemischer Produkte. 

Mit besseren Geschäften rechnet Analyst Heiko Feber vom Bankhaus Lampe im Chemiebereich. Dort dürften die Sparten Spezialchemikalien (Performance Products) und Functional Materials & Solutions von einer weiterhin guten Nachfrage aus der Automobil- und Bauindustrie profitiert haben. Belastet haben sollten hingegen höhere Kosten im Zusammenhang mit Aktienoptionen für Manager.

Lutz Grüten von der Commerzbank rechnet in seiner Studie damit, dass die höhere Produktion nicht ausgereicht haben dürfte, um den negativen Effekt des fallenden Ölpreises zu kompensieren. Zudem habe der milde Winter den Gashandel belastet. Der schwache Euro sollte dafür laut den Experten von Barclays dem Konzern zu Gute gekommen sein.

Das erwarten die Experten

Insgesamt rechnen die Experten für die Zeit zwischen Januar bis März im Schnitt mit einem operativen Gewinn (EBIT) vor Sondereffekten von zwei Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern hier 2,1 Milliarden Euro verdient. Beim Konzernumsatz erwarten die Experten einen Rückgang auf 19,3 Milliarden Euro. Das wären gut 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn dürfte auf knapp 1,3 Milliarden Euro sinken. Im ersten Quartal 2014 waren es fast 1,5 Milliarden Euro.

Basisinvestment

An der 90-Euro-Marke hat die BASF-Aktie zuletzt gedreht und die Bullen dürften nun wieder das Steuer in der Hand haben. Die Aktie ist mit einem 2015er-KGV von 16 noch nicht zu teuer. Außerdem können sich die Aktionäre über eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie freuen.

(mit Material von dpa-AFX)

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