07.04.2017 Thorsten Küfner

BASF-Tochter: Keine Alternative zu Gazprom!

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BASF
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Mario Mehren, der Chef der BASF-Tochter Wintershall, fordert in einem Interview die schrittweise Rücknahme der Sanktionen gegen Russland. Er betont, dass Russland „langsam die Geduld verliert“. Diese Entwicklung ist seiner Ansicht nach für Deutschland schlecht – auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Mehren erklärte im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass Europa wegen der sinkenden Förderung in der Nordsee einen zusätzlichen Importbedarf habe. Und aktuell gebe es einfach „keine preiswerte Alternative zu russischem Gas“. (Mehr zur gegenseitigen Abhängigkeit von Westeuropa und Gazprom erfahren Sie hier). Der Öl- und Gasproduzent Wintershall arbeitet in vielen Bereichen mit Gazprom zusammen. So ist die BASF-Tochter zusammen mit anderen westlichen Firmen wie Shell, OMV, Engie und E.on auch Partner beim Projekt Nord Stream 2.

Gazprom bleibt ein heißes Eisen
Wie sich die Beziehungen zwischen Westeuropa und Russland in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln werden, steht aktuell weiterhin in den Sternen. Vor diesem Hintergrund bleibt die Aktie von Gazprom nach wie vor ein heißes Eisen und nur für risikobereite Anleger geeignet. Die Aktie von BASF bleibt indes ein Top-Investment für konservative Anleger mit einem langen Anlagehorizont.