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BASF: Jetzt wird es kritisch

BASF: Jetzt wird es kritisch
Foto: Uwe Anspach/picture-alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 07:58 ‧ Thorsten Küfner
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Es wird immer schwieriger für Firmen wie BASF, die auf eine zuverlässige Nutzung des Rheins angewiesen sind. Denn der Fluss führt so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Pegel Kaub in Rheinland-Pfalz, einem wichtigen Richtwert für die Schifffahrt, sanken die Werte zuletzt erstmals leicht unter null. Auch in Köln wurde ein Rekordtiefstand gemessen.

Die Pegelstände zeigen allerdings nicht die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne an, sondern den Wasserstand an einem festgelegten Messpunkt. 

Florian Krekel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein zufolge wurde der bisherige Tiefststand von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018 bei Kaub bereits am 5. August unterschritten. Eine schnelle Erholung sei nicht in Sicht. „Wir bräuchten eigentlich für zwei Wochen kontinuierlichen Landregen, vor allem im Südwesten Deutschlands“, sagt Jens Schwanen vom Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt.

Die zuständigen Behörden erwarten in Kaub, Köln und Düsseldorf zunächst kaum Veränderungen. Eine nachhaltige Entspannung wäre nur durch ergiebigen Herbstregen möglich.

Besonders angespannt ist die Situation auf dem Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz. Dort seien „nur noch vereinzelt Güterschiffe unterwegs“, sagt BDB-Vertreter Fabian Spieß. Viele Frachter können laut ihm bei einer Wassertiefe von 1,50 oder 1,20 Metern nicht mehr verkehren. Die Schifffahrt bleibt zwar möglich, allerdings nur mit deutlich reduzierter Ladung.

Verkehrsexperte Thomas Puls vom Institut der deutschen Wirtschaft spricht erneut von einem faktisch „zweigeteilten“ Rhein. Mittel- und Oberrhein seien weitgehend von Duisburg und Rotterdam abgeschnitten. Betroffen sind vor allem Transporte von Öl, Kohle, Chemikalien und anderen Massengütern. Raffinerien, Chemieunternehmen und Stahlwerke leiden besonders. BASF bezieht beispielsweise etwa die Hälfte seiner Vorprodukte per Schiff.

Der BDB fordert eine Vertiefung der Fahrrinne um 20 Zentimeter und mehr Unterstützung für niedrigwassergeeignete Schiffe. Der WWF verlangt, Wälder, Moore und Flussauen stärker als Wasserspeicher zu schützen. Zudem seien klimaangepasste Verkehrswege und eine robustere Logistik nötig.

BASF (WKN: BASF11)

Das anhaltende Niedrigwasser ist natürlich eine ernstzunehmende Belastung für BASF. Darüber hinaus litt der Kurs des DAX-Konzerns an den vergangenen Handelstagen unter den Meldungen einer womöglich relativ teuren Übernahme des Konkurrenten Evonik. Mittel- bis langfristig bleiben die Aussichten für die Dividendenperle weiterhin relativ gut. Anleger bleiben abgesichert mit einem Stoppkurs bei 39,00 Euro an Bord. 

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.


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