03.01.2019 Michel Doepke

Ballard Power: Neuer Anlauf in China?

-%
Ballard Power
Trendthema

Das Jahr 2018 war ein Auf und Ab beim Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power. Positiv: In Kalifornien erzielten die Kanadier wichtige Fortschritte bei laufenden Projekten und mit Weichai Power gewann das Unternehmen einen neuen Großaktionär. Bei den Quartalszahlen enttäuschte Ballard Power jedoch einmal mehr, insbesondere mit der Bilanz zum dritten Quartal. Als Ursache für das schlechte Abschneiden führte Ballard Power ein schwächelndes Geschäft in China auf. Doch Anleger sollten den Brennstoffzellen-Markt im Reich der Mitte nicht abschreiben. Im Gegenteil!

Umdenken in China?

Wie die Financial Times berichtet, habe China in den letzten Jahren schätzungsweise 58,8 Milliarden in Subventionen für die Elektromobilität gesteckt. Dies ermögliche eine dominante Stellung in diesem Segment und im Markt für Batterien. Mit dem gleichen Prozedere sei China auch in der Solar-Industrie in die Riege der größten Produzenten aufgestiegen. Nun hoffe Peking dasselbe mit Brennstoffzellen zu wiederholen, so die Financial Times, um zusammen mit batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen die Dekarbonisierung im Transport-Sektor voranzutreiben.

Neue Chancen für Ballard Power

Sollte der Run auf die Brennstoffzelle in China tatsächlich einsetzen, dürfte Ballard Power aufgrund bestehender Parnerschaften und Joint Ventures profitieren können. An einer gesunden Konzern- und Aktienkursentwicklung sollten auch die chinesischen Großaktionäre Weichai Power und Broad Ocean interessiert sein.

Aktie reagiert mit Kurssprung

Im gestrigen Handel reagierte die Ballard-Power-Aktie mit einem Kurssprung von 13,4 Prozent auf 2,71 Dollar auf die sich scheinbar aufhellenden Rahmenbedingungen für Brennstoffzellen in China. Nun trifft das Papier auf eine hartnäckige Widerstandszone. Gelingt der nachhaltige Sprung über die Marke von 3,00 Dollar, können ausnahmslos spekulative Anleger den Hot-Stock wieder ins Auge fassen.