So investieren Sie wie Peter Lynch
18.01.2019 Martin Weiß

Baidu hängt sie alle ab - beim selbstfahrenden Auto!

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Baidu

Milliarden scheffeln mit der bezahlten Suche im Internet und die Profite anschließend in neue Geschäftsbereiche investieren – was Google seit Jahren in den USA vormacht, funktioniert auch in China. Als unumstrittener Marktführer bei der Online-Suche mischt hier Baidu seit einiger Zeit den Markt für das Autonome Fahren auf. Wie erfolgreich der Konzern dabei ist, zeigt eine Grafik. 

Chinas Markt für selbstfahrende Autos dürfte sich in den kommenden Jahren dynamisch entwickeln, auch, weil die Regierung in Peking die Technologie aktiv bewirbt. Das Ziel der KP liegt auf der Hand: die globale Technologieführerschaft in einem neuen Multimilliarden-Dollar-Markt.

Im Frühjahr 2018 veröffentlichten die zuständigen Behörden Richtlinien für den Test von intelligenten, vernetzten und selbstfahrenden Autos (ICV) auf öffentlichen Straßen und schafften damit einen gesetzlichen Rahmen für die Industrie. Schon wenige Monate später folgte diesem ersten Wurf der so genannte "Action Plan to Develop Intelligent Connected Vehicles" mit dem Ziel, bis 2020 einen Anteil bei den intelligenten Fahrzeugen von 30 Prozent zu erreichen. 

Nach den traditionellen Autoherstellern wittern die Tech-Schwergewichte nun ebenfalls ihre Chance, in einem umsatzträchtigen Zukunftsmarkt Fuß zu fassen, allen voran Baidu. 

Dass der führende Suchmaschinenbetreiber das Geschäft auf mehrere Säulen stellen will und dabei auf Künstliche Intelligenz und das Autonome Fahren setzt, ist kein Geheimnis. Baidus mehrere Hundert Millionen Kunden (Nutzer) versorgen das Unternehmen mit Unmengen Daten – die Voraussetzung, um bei AI und AF erfolgreich zu sein. 

Bislang haben chinesische Behörden insgesamt 101 Genehmigungen für 31 Unternehmen für öffentliche Tests von ICVs ausgesprochen. Auf Baidu entfallen dabei allein 51 Genehmigungen. Die Grafik zeigt die Dominanz des Unternehmens bei ICVs.

 Grafik

DER AKTIONÄR meint: Baidus Strategie, seine riesigen Datenmengen in andere Geschäftsbereiche einzubringen, trägt Früchte. Die Aktie arbeitet weiter an der Bodenbildung (Tief: 154 Dollar). Gelingt der Sprung über 175 Dollar, sollten Anleger eine Long-Spekualtion ins Auge fassen.  

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