25.02.2019 Thomas Bergmann

Bären halten dagegen – DAX-Ausbruch abgesagt?

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DAX
Trendthema

Der jüngste Tweet von US-Präsident Trump zu den Verhandlungen im Handelsstreit (DER AKTIONÄR berichtete) hat an den chinesischen Börsen für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Entsprechend euphorisch und mit einem neuen Jahreshoch startete auch der deutsche Aktienmarkt in den Handelstag. Mittlerweile aber ist die positive Stimmung etwas abgeebbt, die Marke von 11.500 wieder in Gefahr.

Die USA und China werden sich nicht mehr vor Ende der Deadline an diesem Wochenende auf einen neuen Handelsvertrag einigen. Laut Trump ist das auch nicht mehr notwendig – er verlängerte die Frist, weil die Gespräche "sehr gut vorankommen". Außerdem versprach er ein baldiges Treffen mit Chinas Staatschef Xi, was die Hoffnungen auf eine Beilegung der Streitigkeiten nährt.

DAX am Limit?

Nach den starken Vorgaben aus China markierte der DAX heute Morgen ein neues Jahreshoch bei 11.531 Punkten. Zu mehr reichte es aber bisher nicht. Die nächsten Stunden werden zeigen, ob der Index die Kraft hat, den massiven Widerstand aus mittelfristigem Abwärtstrend (11.545) und Dezember-Hoch (11.560) zu überwinden. Dagegen spricht, dass der Markt stark überkauft ist. In der Regel werden solche Widerstände auch nicht im ersten Anlauf geknackt.

Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass der DAX noch einmal durchschnauft, bevor er einen zweiten Ausbruchsversuch unternimmt. Rückzugsmöglichkeiten sind das alte Ausbruchsniveau bei 11.372 oder die Unterstützung bei 11.200.

Sollte jedoch zeitnah der Ausbruch aus dem Abwärtstrend gelingen, besteht Freiraum bis zur wichtigen 200-Tage-Linie, die bei 11.885 Punkten verläuft. Hier entscheidet sich, ob auf Dauer die Trendwende gelingt.

25 Prozent in einer Woche

DER AKTIONÄR ist zurzeit nicht im DAX investiert. Nachdem der Turbo-Long mit der WKN DGH2B0 in einer Woche um 25 Prozent zulegte, wurden die Gewinne mitgenommen. DER AKTIONÄR informiert alle Abonnenten per E-Mail, sobald ein Neueinstieg geplant ist. Mehr dazu im "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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