23.09.2013 Florian Westermann

Apple-Aktie: Vorsicht Gefahr - so wird das iPhone ausgestrickst!

-%
DAX
Trendthema

Apples neue iPhone-Modelle sind seit letzter Woche im Handel. Jetzt gibt es die erste Hiobsbotschaft. Unterdessen twittert Apple-Chef Tim Cook und versprüht Optimismus. Wie geht es weiter?

Es sollte die große Revolution werden: Apple verbaut in seinem neuen Smartphone-Spitzenmodell iPhone 5S trotz aller Bedenken von Datenschützern und ungeachtet des NSA-Datenskandals einen Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Geräts.

Sensor geknackt

Der Fingerabdrucksensor könnte sich aber zum Boomerang entwickeln. Offenbar ist es Hackern des Chaos Computer Clubs (CCC) gelungen, die biometrischen Sicherheitsfunktionen des iPhone mit einfachsten Mitteln zu umgehen. Eigenen Angaben zufolge genügte den Hackern ein Fingerabdruck, welchen sie von einer Glasoberfläche abfotografierten, um einen künstlichen Finger zu erzeugen, mit dem das iPhone 5S entsperrt werden konnte.

"Seit Jahren warnen wir immer wieder vor der Verwendung von Fingerabdrücken zur Zugriffssicherung. Fingerabdrücke hinterlassen wir überall, und es ist ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen", schreibt der CCC in einer Pressemitteilung. "Die Öffentlichkeit sollte nicht länger von der Biometrie-Industrie mit falschen Aussagen an der Nase herumgeführt werden. Biometrie ist geeignet, um Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, nicht um alltägliche Geräte vor dem Zugriff zu sichern", sagt Frank Rieger, Sprecher des CCC.

Cook ist zufrieden

Apple-Chef Tim Cook versprüht indes Optimismus. "Habe heute Läden in Palo Alto besucht. So viele glückliche Kunden zu sehen, erinnert mich daran, warum wir tun was wir tun", schrieb er am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. In seinem Profil @tim_cook stellte er sich dabei als "Apple-Chef, Fan von Auburn Football und Duke Basketball" vor.

Verkaufen

Mit den neuen iPhone-Modellen ist Apple kein großer Wurf gelungen. Im Gegenteil, der Fingerabdrucksensor könnte sich sogar noch zum echten Problem entwickeln. Die Aktie sollte verkauft werden.

Mit Material von dpa-AFX.