13.09.2019 Andreas Deutsch

Amazon: Volle Attacke auf Google und Apple

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Sie hatten bestimmt auch schon eine Frage an Amazons Alexa, auf die der Smart-Speaker keine befriedigende Antwort wusste. Damit soll nun Schluss sein. Der E-Commerce-Gigant startet mit Alexa Answers eine Crowdsourcing-Plattform, in der im Prinzip jeder zu Wort kommen kann. Eine Kampfansage an Apple und Google.

Alexa Answers funktioniert ganz einfach. Kann Alexa eine Frage nicht beantworten, wird sie auf der Alexa-Answers-Plattform veröffentlicht. Jeder Amazon-Kunde, der die Antwort kennt, kann sie einstellen. Alexa gibt dem Fragesteller an, dass die Antwort von einem Kunden stammt.

Die Fragen können mit maximal 300 Zeichen beantwortet werden. Wer mitmacht, bekommt Punkte zur Belohnung.

Schimpfwörter werden automatisch herausgefiltert. Ebenso soll vermieden werden, dass Nutzer ihre politischen Ansichten kundtun.

Amazons Schritt ist wichtig, denn die Konkurrenz ist in Sachen Smart-Speakern stark unterwegs. Googles Assistant hat in den vergangenen zwei Jahren einen 800-Fragen-Test von Loup Ventures am besten bestanden. Bei diesem Wettbewerb kam Alexa nur auf Platz 3. Platz 2 ging an Apples Siri.

Smart Speaker sind für die Anbieter deswegen so wichtig, weil sie ein starkes Mittel zur Kundenbindung sind. Der moderne Mensch mit Job, Kindern, sozialen Kontakten und Hobbys hat keine Zeit zu verschenken. Ein Befehl an Alexa und Co dauert nur ein paar Sekunden.

Auf der anderen Seite lernen die Tech-Konzerne ihre Kunden durch deren Suchanfragen immer besser kennen.

Amazon.com (WKN: 906866)

Amazon geht mit Alexa Answers den richtigen Weg. Durch die neue Plattform sollte der Konzern schnell Boden gutmachen. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.