Wilde Zeiten im KI-Space: Einerseits beschleunigt sich der Durchbruch der Künstlichen Intelligenz. Quasi wöchentlich übertrumpfen sich die KI-Pioniere mit immer schnelleren Modellen. Doch verrückt hoch sind auch die Anlaufverluste.
KI-Agenten erobern die Welt. „Alle zehn Sekunden beläuft sich die globale Token-Nachfrage im Jahr 2026 auf etwa 31,7 Milliarden. Bis 2030 sind es 1,27 Billionen, eine 40-fache Steigerung“, sagte jetzt der Qualcomm-CEO Cristiano Amon.
Nachdem zuletzt OpenAI wieder Boden gut emacht hatte, legte nun Anthropic mit dem neuen Sonnet 5.5 nach. Es kostet weiterhin 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Token, und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Es arbeitet jedoch effizienter und benötigt daher bis zu 30 Prozent weniger Rechenleistung als das Vorgängermodell. Zugleich ist es 30 Prozent schneller als Sonnet 5.
Der Haken: Anthropic kauft in rasanter Geschwindigkeit GPUs und CPUs von Nvidia, was angesichts der aktuellen Knappheit ein teures Abenteuer ist. Reuters berichtete nun, dass das KI-Start-up zwar um 1.000 Prozent gewachsen sei, jedoch 12,6 Milliarden US-Dollar ausgab, um im Jahr 2025 einen Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar zu erzielen. Davon entfielen 7,33 Milliarden US-Dollar auf Rechenkosten. Unterm Strich ergab sich ein operativer Verlust von 8 Milliarden US-Dollar. Profitabel ist hingegen der Partner Akamai – siehe auch das neue AKTIONÄR TV.
Dennoch – oder gerade deswegen – drängt Anthropic auf ein IPO; die Bewertung soll bei rund 2 Billionen US-Dollar liegen. Das freut Partner, Kunden und Investoren. Amazon hat laut Medienberichten bislang rund 18 Milliarden US-Dollar investiert und sich weitere 15 Milliarden US-Dollar vorbehalten. Die Amazon-Beteiligung wird auf etwa 15 bis 20 Prozent geschätzt. Auch Alphabet dürfte profitieren. Dessen Beteiligung wird auf etwa 10 bis 15 Prozent geschätzt – das entspräche laut Fool.com bei einer Bewertung von 2 Billionen US-Dollar einem Wert von ungefähr 200 bis 300 Milliarden US-Dollar.
I’m not sure how reliable TickerTrends’ data is. Anthropic’s growth rate has dropped sharply, and OAI’s growth has slowed as well. pic.twitter.com/8DlP1NKDZM
— Jukan (@jukan05) September 29, 2026
Nvidia könnte laut Berichten bis zu 10 Milliarden US-Dollar als Ankerinvestor investieren. Bei einer Bewertung von rund 2,3 Billionen US-Dollar entspräche das allerdings nur einem Anteil von etwa 0,4 bis 0,5 Prozent an Anthropic. Doch die Depot-2030-1.000-Prozent-Aktie profitiert als Lieferant teurer, hochmargiger KI-Chips und der benötigten Recheninfrastruktur.
"Every 10 seconds, global token demand is around 31.7 billion in 2026. By 2030 its 1.27 trillion, a 40x increase."
— Rohan Paul (@rohanpaul_ai) September 29, 2026
~ Qualcomm CEO Cristiano Amon:
---
The token explosion is about AI moving from human-paced interaction to Agent-paced activity.
every useful action has a hidden… pic.twitter.com/ztrvdAf2A7
Nach Nvidia: Meta-Profiteur und Roboter-Lieferant
Akamai und die ebenfalls haussierende Secunet sind die größten Positionen im Depot 2030, das mit rund 500 Prozent im Plus notiert. Mit diesem Rückenwind kaufen wir in der Ausgabe 35/2026 drei weitere KI-Gewinner. Schalten Sie sich hier einfach für alle Transaktionen und Details zum Depot 2030 und zum TFA-Depot frei.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Heute, 15:57
Bei Google bevorzugen