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21.01.2021 Lars Friedrich

Alibaba: Mitten im Streit kommt Ant mit 100 Millionen nach Europa

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Alibaba

Der Börsengang der Ant Group, an der Alibaba zu einem Drittel beteiligt ist, wurde kurzfristig abgeblasen. Es wäre der größte der Welt geworden. Stattdessen drohen dem Fintech-Riesen seitens der chinesischen Finanzaufsicht harte Maßnahmen, die den Wert des Unternehmens mal eben halbieren könnten. Das hindert Ant aber offenbar nicht an Expansionsplänen.

Ant plane einen 100 Millionen Dollar schweren Fonds, berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital diese Woche unter Berufung auf Branchenkenner. Derzeit werde in Berlin ein Führungsteam gesucht. Das Geld solle teils von Ant, teils von anderen Investoren stammen und in europäische Blockchain- und Fintech-Start-ups gesteckt werden.

Die Summe, um die es geht, ist für Ants Verhältnisse äußerst überschaubar. Womöglich versucht das Unternehmen, sich neue Märkte und externe Innovationen zu erschließen, nachdem in der Heimat ein empfindlicher Dämpfer fürs Geschäft erwartet wird. Der finanzielle Umfang spricht aber nur für einen ersten strategischen Schritt. Aus Anlegersicht ist die Nachricht daher eine Randnotiz. Wichtiger: Bei Alibaba haben in den vergangenen Tagen mehrere Neuigkeiten dafür gesorgt, dass der Kurs inzwischen wieder aufwärts tendiert und die 200-Tage-Linie übersprungen hat.

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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Alibaba.

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