15.04.2020 Andreas Deutsch

AKTIONÄR-Tipp Peloton: Anleger feiern Corona-Maßnahme

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PELOTON INTE.A

Macht das Beispiel auch in anderen Ländern Schule? Im Kampf gegen das Coronavirus will der Bund den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Fitnessstudios sollen noch länger geschlossen bleiben. Das spielt dem Spinningbike-Hersteller Peloton in die Karten.

Der Kampf gegen Corona geht weiter. Das Gebot der Stunde heißt weiterhin: Social Distancing. „Der Pfad, den wir also in den nächsten Wochen gehen müssen, ist ein schmaler zwischen vorsichtiger, schrittweiser Lockerung und Bewahrung unserer Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie“, so Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch.

Sport mit Kontakt gehört nicht zu den Lockerungen, die sich die Regierung vorstellen kann. Österreich denkt da genauso: Die Regierung in Wien hat bestimmten Sportarten zwar grünes Licht gegeben, allerdings nur solchen, bei denen man sich nicht nahekommt, wie Bogenschießen oder Tennis.

Das könnte die Geschäfte von Peloton weiter treiben. Das US-Unternehmen stellt seit 2012 professionelle Spinningräder und Laufbänder her. Das Besondere: Die Kunden müssen nicht ins Fitnessstudio gehen, sondern können sich Bike und Laufband zu Hause aufstellen. Via Streaming-Service - der Bildschirm ist am Gerät befestig – können sie an Live-Trainingskursen teilnehmen.

Peloton Interactive (WKN: A2PR0M)

Für Peloton lief es bereits vor Corona top – das Unternehmen zählte Ende 2019 bereits über 700.000 zahlende Mitglieder. Die Kontaktbeschränkungen wegen Corona dürften die Zahl weiter steigern – auch nachhaltig. Angesichts des enormen Potenzials geht das 2020er-KUV von 6,4 in Ordnung. Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt die Aktie 32 Prozent vorne – nach nur drei Wochen. Gewinne laufen lassen und Stopp auf 24 Euro nachziehen.