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AKTIONÄR‑Tipp KSB: ‑12 Prozent – jetzt die Reißleine ziehen?

AKTIONÄR‑Tipp KSB: ‑12 Prozent – jetzt die Reißleine ziehen?
Foto: Poring Studio/Shutterstock
KSB SE & Co. KGaA -/PERP -%
Michael Herrmann Heute, 10:51 Michael Herrmann

Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat mit seinem vorsichtigen Ausblick für 2026 am Donnerstag für lange Gesichter am Markt gesorgt. Obwohl das Unternehmen seine bereits im Februar vorgelegten Eckdaten für 2025 bestätigte und bei der Dividende Kontinuität signalisierte, sackte die Aktie zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab.

Konzernchef Stephan Timmermann verwies bei der Vorlage der endgültigen Zahlen auf das angespannte geopolitische Umfeld. Der Krieg im Mittleren Osten sorge für erhebliche Unsicherheit, hieß es. Zudem seien steigende Energie- und Logistikkosten bereits spürbar. Diese Belastungen dürften sich auch auf die Kennzahlen in den ersten Monaten des laufenden Jahres auswirken.

Für 2026 stellt KSB beim Auftragseingang eine breite Spanne von 3,1 bis 3,5 Milliarden Euro in Aussicht. Nach dem Rekordwert von 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr ist damit sowohl ein Rückgang als auch ein neuer Höchstwert möglich. Beim Umsatz peilt das Unternehmen 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro an. Das EBIT soll zwischen 220 und 265 Millionen Euro liegen. Auch hier lässt die Prognose also sowohl Luft nach oben als auch nach unten.

Die endgültigen Zahlen für 2025 fielen indes solide aus. Der Umsatz legte um 2,3 Prozent auf gut drei Milliarden Euro zu. Wachstumstreiber war vor allem das Pumpengeschäft. Auch der Auftragseingang verbesserte sich um gut zwei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das EBIT stieg um etwas mehr als drei Prozent auf 252 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente KSB 166,4 Millionen Euro und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Ausschüttung setzt KSB auf Stabilität. Der Hauptversammlung im Mai soll für die Stammaktien eine Dividende von 26,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, für die Vorzugsaktien 26,76 Euro. Hier hatten sich Anleger offensichtlich mehr erhofft.

KSB Vz. (WKN: 629203)

Der vorsichtige Ausblick ist im aktuellen Umfeld nachvollziehbar. Genauso nachvollziehbar ist aber auch die Enttäuschung der erfolgsverwöhnten Anleger. Die Märkte lieben Klarheit und die hat KSB für 2026 nicht gegeben. Zudem war die Aktie im Vorfeld gut gelaufen. Letztlich steht sie noch immer leicht über dem Kurs während der Empfehlung in Ausgabe 04/26 Mitte Januar. Investierte Anleger lassen sich daher nicht beunruhigen und halten an der Position fest. Neueinsteiger warten zunächst die weiteren Marktreaktionen ab.

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