So investieren Sie wie Peter Lynch
15.09.2020 Michael Schröder

AKTIONÄR-Hot-Stock va-Q-tec: Transport von CoVid-19- Impfstoff - „Wir stehen bereit“

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va-Q-tec

va-Q-tec ist auf Wachstumskurs und profitiert dabei von seiner guten Positionierung – und von der Coronakrise. Die Pandemie hat die Bedeutung temperaturstabiler Transporte noch einmal deutlich vor Augen geführt und dem langfristigen Trend zusätzlichen Rückenwird verliehen. Und es könnte weitere Impulse geben.

va-Q-tec hat die hohe Bedeutung der TempChain-Logistik schon vor Jahren erkannt. Durch ihre strategisch starke Position im Bereich dieser Transportlösungen für temperaturempfindliche Produkte profitiert die Gesellschaft von der stetig wachsenden Nachfrage „Dank unserer Erfahrung und Kapazitäten konnten wir so sehr rasch auf den gestiegenen Bedarf für den Transport von CoVid-19-Testkits reagieren“, so va-Q-tec-Vorstand Dr. Joachim Kuhn gegenüber dem AKTIONÄR. Im ersten Halbjahr 2020 wurden geschätzt zwischen 200 und 300 Millionen Covid-19-Testkits, meist bei sehr tiefen Temperaturen, in va-Q-tec-Transportlösungen versendet.

Steht bereit: va-Q-tec-Vorstand Dr. Joachim Kuhn

Doch damit nicht genug: Sobald ein Covid-19- Impfstoff zugelassen wird, könnten die Würzburger erneut ins Spiel kommen. Denn auch diese müssen gut gekühlt gelagert und transportiert werden. „Wir arbeiten seit der Gründung mit zahlreichen Blue-Chips der Pharmabranche zusammen, um ihre Produkte sicher von A nach B zu bringen. Deshalb stehen wir auch jetzt bereits mit allen wesentlichen Herstellern aussichtsreicher Impfstoffkandidaten in Kontakt, um sie sofort dabei unterstützen zu können, sobald ein oder mehrere Covid-19- Impfstoffe global verteilt werden dürfen“, sagt Kuhn.

Dabei werden die großen Transportcontainer meist von den Kunden gemietet. „In diesem Bereich haben wir im zweiten Quartal verstärkt in unsere eigene Container-Flotte investiert“, sagt der Vorstand. Kleinere Transportboxen, die meist direkt verkauft werden, werden dagegen nicht vorproduziert. Am Ende sind aber ausreichend Produktionskapazitäten da, um auch eine plötzlich steigende Nachfrage rasch bedienen zu können. Zum möglichen Auftragsvolumen kann Kuhn aktuell aber keine verlässlichen Aussagen treffen. „Das Wichtigste ist zunächst, dass möglichst rasch ein bzw. mehrere sichere Impfstoffe zugelassen werden. Sobald dies der Fall ist, stehen wir wie schon bei den Testkits bereit, um sicherzustellen, dass der Impfstoff weltweit sicher ankommt und so unseren Beitrag zum Ende der CoVid-19-Pandemie zu leisten“, gibt Kuhn die Richtung vor.

Bisher scheint bei va-Q-tec im Gesamtjahr ein Umsatz von bis zu 75 Millionen Euro (Vorjahr: 65 Millionen Euro) möglich, bei einer EBITDA-Marge von knapp 13 Prozent. Unter dem Strich stehen noch rote Zahlen. Das dürfte sich schon bald ändern. Gelingt es dem Vorstand, mit den steigenden Umsätzen die eigene Effizienz wie geplant zu steigern, steht dem nachhaltigen Sprung in die Gewinnzone nichts im Weg. Für 2022 erwarten Experten knapp 100 Millionen Euro Umsatz und einen Gewinnsprung auf 0,45 Euro je Aktie.

Kann va-Q-tec mit seinen Lösungen (im laufenden oder im kommenden Jahr) auch an möglichen CoVid-19-Impfstofftransporten partizipieren, könnte (!) die 100-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz um einiges schneller erreicht werden als bisher gedacht. Dann dürfte die Aktie aber auch nicht mehr unter 25 Euro notieren.

va-Q-tec (WKN: 663668)

DER AKTIONÄR hat die Zeichen der Zeit früh erkannt: Seit der Empfehlung als „Hot-Stock der Woche“ in Ausgabe 15/20 Ende März steht ein Plus von rund 170 Prozent zu Buche. Mitte April wurde zudem im Real-Depot eine Position zu 10,50 Euro aufgebaut, die aktuell über 115 Prozent vorne liegt. Eine gute Ausgangsposition, um die weitere Entwicklung abzuwarten und die Gewinne vorerst laufen zu lassen.

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