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28.01.2020 Michael Schröder

AKTIONÄR Hot-Stock SNP Schneider: SAP sei Dank - 200% waren noch nicht genug - Hintergründe und Ziele!

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Ob Cloud-Migration oder Umstellung auf die neueste SAP-Plattform S/4HANA: IT-Landschaften müssen kontinuierlich verändert werden. Eine veraltete Daten-Infrastruktur kann sich kein Unternehmen leisten. Bei der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten oder der Einführung von Technologien wie Cloud, App oder Big Data müssen Unternehmen aus allen Branchen daher auf die Hilfe von Profis zurückgreifen. Einer dieser Profis ist SNP Schneider-Neureither & Partner.

SAP hat vor einiger Zeit angekündigt, die Unterstützung für den IT-Klassiker R/3 auslaufen zu lassen. Ab 2025 wollen die Walldorfer nur noch auf ihr neues cloud-basiertes System S/4Hana setzen. S/4HANA ist eine neue Produktgeneration für Geschäftsprozesse, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, in einer vernetzten Umgebung so einfach wie möglich zusammen zu arbeiten und den Weg zum intelligenten Unternehmen zu beschreiten.

Stand heute haben dem Vernehmen nach nicht einmal zehn Prozent der SAP-Kunden auf die neue Software umgestellt. Bis 2024 müssen demnach noch mehrere Tausend Kunden der Walldorfer-softwareschmiede den aufgezwungenen Wechsel zur vierten Produktgeneration von SAPs ERP-Lösung vollziehen. Der notwendige Datentransfer ist mit viel Zeit und hohen Kosten verbunden.

Zudem ist der allgegenwärtige Fachkräftemangel ein Thema. Branchenkenner sind sicher: Ab dem kommenden Jahr wird es zu Kapazitätsengpässen bei den IT-Beratern kommen, die bei der Umstellung während des laufenden Betriebs helfen.

Mit der SNP-Implementationstechnik (Bluefield) können SAP-Kunden die Migration von Daten in die Cloud kostengünstig und schnell vollziehen. Die Projektpipeline des Unternehmens füllt sich zunehmend mit Aufträgen im SAP S/4HANA-Umfeld. So hat unter anderem der Automobilzulieferer Mahle SNP mit der Transformation und Modernisierung der globalen SAP- und Non-SAP-Systeme beauftragt. Der Software und Services umfassende Rahmenvertrag hat eine Laufzeit bis 2025.

Zudem schloss SNP Vereinbarungen mit namhaften Playern wie Google, IBM oder T-Systems. Dabei gelingt es der Gesellschaft immer mehr, seine Transformationssoftware zusammen mit Schulungen als Lizenzgeschäft an einflussreiche Kunden zu verkaufen.

Dieses Geschäft könnte eine interessante Dynamik entwickeln. „SNP könnte vor einer Zeitenwende stehen“, stimmt Felix Ellmann von Warburg Research zu. „Wenn weitere Konzerne die Implementationstechnik von SNP übernehmen und ähnliche Kooperationen eingehen, könnte die Gesellschaft eine deutliche Margenverbesserung sehen.“

Zudem setzt SNP mehr und mehr auf den Partnervertrieb mit wichtigen IT-Beratungshäusern. „Die Ausweitung des Partnerkanals birgt das Potenzial, die höhermargigen SNP-Softwareerlöse zu skalieren“, erklärt Alexander Zienkowicz von SRH AlsterResearch.

Vorstand Andreas Schneider-Neureither erwartet im Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 145 und 150 Millionen Euro (Vorjahr: 131 Millionen Euro). Dabei soll eine EBIT-Marge im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich erzielt werden. Nach dem dynamischen dritten Quartal und der hervorragenden Auftragslage dürfte diese Prognosen sicher erreicht werden. Erste Eckdaten gibt es bereits am kommenden Freitag (31. Januar).

Je nach Dynamik in der Umsetzung und der Anzahl an neuen Kooperationen dürfte das Geschäft im laufenden Jahr deutlich Fahrt aufnehmen. Bei einem hohen einstelligen Umsatzwachstum dürfte die Marge schnell in den mittleren zweistelligen Bereich ansteigen. Entsprechend dynamisch dürfte sich das Gewinnwachstum zeigen.

SNP (WKN: 720370)

Die Aussichten könnten kaum besser sein – kurz- und mittelfristig. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits rund 200 Prozent an Wert zulegen können. Gelingt es SNP Schneider jedoch die starke Positionierung in weiter steigende Umsätze und Gewinne zu münzen, dürfte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung ungebrochen fortsetzen. AlsterResearch sieht die Aktie bei 59 Euro fair bewertet. Bei Warburg Research lautet das Kursziel 60 Euro. Zuletzt legte das Bankhaus Metzler mit Ziel 63 Euro nach. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf steigende Kurse.

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