SFC Energy hat auf Basis vorläufiger Zahlen die profitable Wachstumsentwicklung in den ersten neun Monaten nochmals deutlich beschleunigt und daher in der vergangenen Woche die Ergebnisprognose erneut angehoben. Es gibt eine Reihe potenzieller Impulsgeber. DER AKTIONÄR erklärt, warum es bei dem Brennstoffzellenhersteller operativ immer besser läuft.
Beim bereinigten EBITDA erwartet SFC Energy nun für das Gesamtjahr einen Wert zwischen 36 Millionen Euro und 38 Millionen Euro. Die Umsatzprognose bleibt mit 166 Millionen Euro bis 175 Millionen Euro unverändert.
Zur Einordnung: Im Anschluss an den Ukraine-Großauftrag hob der Vorstand die Umsatzprognose auf 163 Millionen Euro bis 175 Millionen Euro an. Zuvor hatte das Unternehmen 150 Millionen Euro bis 160 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das bereinigte EBITDA-Ziel wurde von 20 Millionen Euro bis 24 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro bis 34 Millionen Euro angehoben. Mit der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen Mitte August wurden die Untergrenzen der Prognosespannen nochmals angehoben. Seitdem wurde mit einem Umsatz von 166 Millionen Euro bis 175 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA von 31,5 Millionen Euro bis 34,0 Millionen Euro gerechnet.
Hintergrund: Auf Basis vorläufiger Zahlen erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten auf 132,8 Millionen Euro, nach 102,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Profitabilität überproportional. Das bereinigte EBITDA stieg deutlich auf 33,7 Millionen Euro (im Vorjahreszeitraum: 10,8 Millionen Euro) und liegt damit nach neun Monaten bereits nahezu auf Höhe der Obergrenze der bisherigen Gesamtjahresprognose von 34 Millionen Euro.
Klare Impulsgeber
Maßgeblich für die starke Ergebnisentwicklung waren insbesondere die erhebliche Ausweitung des Verteidigungsgeschäfts – vor allem in der Ukraine – und die damit verbundene Verbesserung des Produktmixes. Darüber hinaus wirkte sich die höhere Bruttomarge im europäischen Geschäft des Segments Clean Power Management positiv aus. Diese Entwicklung wurde vor allem durch das Wachstum bei Kunden aus der Halbleiterausrüsterindustrie getragen. Hinzu kamen bislang geringere Aufwendungen für das ERP-Projekt sowie niedrigere Logistik- und Abwicklungskosten für den Auftrag in der Ukraine als erwartet.
Zu beachten ist, dass sich Aufwendungen für die ERP-Umstellung ins vierte Quartal verschoben haben. Zudem ist der Produktmix im vierten Quartal dem Vernehmen nach von zivilen Produkten mit einem relativ geringeren Ergebnisbeitrag geprägt. Was bedeutet das für die Aktie?
Heute, 08:52
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