Die Aumovio-Aktie kommt seit Monaten kaum vom Fleck. Eine neue Kaufempfehlung der Citigroup könnte nun frischen Schwung bringen. Die US-Bank traut dem Autozulieferer deutlich höhere Kurse zu und sieht mehrere Argumente, die für das Unternehmen sprechen.
Die Citigroup hat die Bewertung von Aumovio am Montag mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Analyst Ross MacDonald nennt ein Kursziel von 56 Euro. Ausgehend vom zwischenzeitlich erreichten Kurs von 36,45 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 54 Prozent.
Antriebsneutralität als Trumpf
Bei der Auswahl aussichtsreicher Autozulieferer achtet MacDonald vor allem auf Geschäftsmodelle, die nicht von einer bestimmten Antriebstechnologie abhängig sind. Hinzu kommen solide Bilanzen und Wachstumschancen außerhalb der klassischen Fahrzeugbranche. Auch konsequente Effizienzprogramme und verlässliche Perspektiven für Ausschüttungen an die Aktionäre wertet der Analyst positiv.
Aumovio, das aus der Abspaltung von Continental hervorgegangen ist, erfüllt nach Einschätzung der Citigroup viele dieser Voraussetzungen. Damit erhält der Titel Rückenwind von einer weiteren großen Investmentbank.
An der Börse fiel die Reaktion zunächst verhalten aus. Zwar legte das Papier im frühen Handel zeitweise um mehr als vier Prozent zu, im weiteren Handelsverlauf schmolzen die Gewinne jedoch deutlich zusammen. Zuletzt stand noch ein Plus von rund auf einem Prozent zu Buche.
Die Zurückhaltung passt zum bisherigen Kursverlauf: Seit Monaten bewegt sich die Aktie in einer breiten Seitwärtsrange, ohne einen nachhaltigen Trend auszubilden. Der bisherige Höchststand von gut 47 Euro stammt aus dem Januar.
Mit ihrem Kursziel von 56 Euro sieht die Citigroup nun Potenzial für einen Ausbruch auf neue Rekordstände. Auch die Deutsche Bank und Bernstein trauen Aumovio höhere Notierungen zu und liegen mit ihren Kurszielen nicht weit unter der neuen Citi-Marke.
DER AKTIONÄR rät bei Aumovio ebenfalls weiter zum Kauf. Für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät.
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