14.10.2015 Maximilian Steppan

Aixtron: 175 Prozent Chance?

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Die Senkung der Umsatzprognose für das laufende Jahr des Spezialmaschinenbauers Aixtron hat die Analysten dazu gebracht ihre Kursziele anzupassen. Diese reichen nun von 4,50 Euro bis 14,40 Euro.

Wegen der Verschiebung einer Lieferung an einen chinesischen Großkunden rechnet das TecDax-Unternehmen nun mit einem Umsatz in der Spanne von 190 bis 200 Millionen Euro. Zuvor hatte der Vorstand Erlöse zwischen 220 und 250 Millionen Euro angepeilt. Die Lieferung verschiebe sich auf das kommende Jahr. Beim operativen Ergebnis (Ebitda) peilt Aixtron in der zweiten Jahreshälfte 2015 weiterhin die Gewinnschwelle an. Die Zahlen für das dritte Quartal will das Unternehmen am 27. Oktober 2015 veröffentlicht.

Kursziel: 4,50 Euro

Analyst Uwe Schupp von der Deutschen Bank hat das Kursziel von 6,00 auf 4,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Schupp habe seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenk. Er hält die neuen Umsatzziele des Unternehmens für eher schwer erreichbar. Seiner Meinung nach ist im Moment nicht die richtige Zeit, die Aktie zu kaufen. Es würden zu viele Fragen im Raum stehen.

Veysel Taze von der Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel von 8,50 auf 7,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das operative Geschäft des Spezialanlagenbauers stecke immer noch in einer Flaute nach Ansicht von Taze. Er senkte seine Schätzungen. Anleger sollten aber die Geduld nicht verlieren. Aixtron sei langfristig weiterhin ein Kauf und zudem günstig bewertet.

Andrew Humphrey von der US-Investmentbank Morgan Stanley hat Aixtron zunächst auf "Overweight" mit einem Kursziel von 14,40 Euro belassen. Die Gewinnwarnung des Spezialmaschinenbauers könnte schwerer wiegen als es aussehe, lautete Humphreys Statement.

Zwar ist die Aixtron nach der Prognosesenkung unter der Druck geraten, doch hat im Anschluss keine neues Jahrestief markiert. Die Unterstützung bei 4,88 Euro hat gehalten. Risikobereite Anleger können eine Position bei Aixtron eingehen. Das Papier ist die auf dem deutschen Kurszettel mit 11,50 Prozent aller ausstehenden Anteilsscheine am meisten leerverkaufte Aktie und daher auch eine Wette auf einen Short-Sqeeze.

(Mit Material von dpa-AFX)