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Airbus: Wackeln jetzt erneut die Jahres-Ziele?

Airbus: Wackeln jetzt erneut die Jahres-Ziele?
Foto: Airbus
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06.09.2024, 13:10 ‧ Martin Mrowka

Der weltgrößte Flugzeug-Hersteller hat im August weniger Verkehrsflugzeuge ausgeliefert als in den Vormonaten. Nach zwei Dritteln des Jahres kommt Airbus damit nur auf 58 Prozent der für 2024 geplanten Auslieferungen. Die Airbus-Aktie nähert sich einer wichtigen Unterstützung.

Airbus hat im August 47 Verkehrsflugzeuge an die Kunden ausgeliefert, teilte der DAX-Konzern am Freitag in Toulouse mit. In den vergangenen Monaten hatten sich die Auslieferungen noch beschleunigt, bis auf den bis dato diesjährigen Bestwert im Juli mit 77 Auslieferungen. Im August gingen 47 Flugzeuge an 31 Kunden, 46 Bestellungen konnten brutto neu verbucht werden. 

In den ersten acht Monaten des Jahres hat Airbus damit insgesamt 447 Maschinen an 75 Kunden übergeben, davon 150 A320neo und 203 A321neo. Zudem wurden 33 Maschinen aus der A350-Familie ausgeliefert.

Airbus-Chef Guillaume Faury hat für das Gesamtjahr 770 Auslieferungen zum Ziel gesetzt, nachdem die ursprünglich anvisierten 800 Flieger bereits revidiert wurden. Zwar nimmt zum Jahresende die Produktionstätigkeit üblicherweise zu. Doch ob das gesenkte Auslieferungs-Ziel noch erreicht wird, bezweifelt mancher Analyst.

Gerade hat Herve Drouet von CIC Market Solutions sein Kursziel für Airbus auf 142 Euro gesenkt, das Votum lautet "Neutral". Insgesamt sind die 27 bei Bloomberg geführten Airbus-Analysten jedoch zuversichtlich, 21 sagen "Kaufen". Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat zum Beispiel ihr Kursziel heute mit 178 Euro und "Buy" bestätigt. Die Auslieferungen im August entsprächen seinen Prognosen und der üblichen Sommerferien-Saison, schrieb Analyst Victor Allard in einem Kommentar. Im Schnitt liegt das Kursziel der Analysten für die kommenden zwölf Monate bei gut 163 Euro.

Nach wie vor kann Airbus wegen Verzögerungen in der Lieferkette nicht so schnell produzieren wie gewollt. Die neuesten Probleme beim A350-Triebwerks-Zulieferer Rolls-Royce (DER AKTIONÄR berichtete), machen das Geschäft nicht einfacher.

Die Airbus-Aktie gehört in abgeschwächtem DAX-Umfeld am Freitag-Mittag mit einem Kursabschlag von 1,3 Prozent auf 130,08 Euro im Xetra-Handel zu den zehn größeren Tageslosern. Mit dem Unterschreiten des GD50 (aktuell bei 134,68 Euro) hat sich das Chartbild zuletzt weiter eingetrübt.

12-Monats-Chart Airbus Group (in Euro, Xetra)
Quelle: TradingView.com
12-Monats-Chart Airbus Group (in Euro, Xetra)

Nun rückt die Chart-Unterstützung bei 128,50 Euro wieder in den Fokus, die der Airbus-Kurs in den vergangenen Monaten erfolgreich verteidigen konnte. Wird die Linie nachhaltig unterschritten, muss mit einem weiteren Abgleiten der Airbus-Aktie Richtung 121 Euro gerechnet werden, wo der Wert im Oktober 2023 ein Tief markierte.

Airbus sitzt auf vollen Auftragsbüchern, was das Geschäft für die kommenden Jahre sichert. Doch kurzfristig können nicht so viel Flugzeuge produziert und ausgeliefert werden, wie es wünschenswert ist. Das belastet die Airbus-Aktie. Ein Abwärtstrend seit Frühjahr ist intakt, solange die Linie (aktuell bei etwa 140 Euro) nicht überschritten wird.

Charttechnisch wichtig wäre, dass kurzfristig die Unterstützung bei 128,50 Euro hält und der Kurs wieder aufwärts dreht. DER AKTIONÄR ist zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingt und hat kürzlich das Kursziel von 180 Euro ausgegeben. Unterhalb des Oktober-Tiefs bei 121 Euro sollte eine Stopp-Order platziert werden. 

Wer Airbus nicht als Einzelwert, sondern gemeinsam mit sieben weiteren Werten der längerfristig aussichtsreichen Luft- und Raumfahrt-Branche erwerben möchte, sollte sich den Weltraum-Index von DER AKTIONÄR anschauen. Mit dem Indexzertifikat WKN DA0AB7 können Anleger dann nahezu 1:1 an der Entwicklung von acht Konzernen gleichzeitig partizipieren.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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