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16.09.2020 Andreas Deutsch

Adidas: Analyst grätscht rein – doch Aktie spurtet weiter

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Adidas

Die Corona-Lethargie in vielen Sportarten neigt sich dem Ende zu. In die Stadien der Bundesligavereine kehren am Wochen wieder Zuschauer zurück. Parallel kommt Adidas an der Börse immer besser in Form. Am Mittwoch lässt sich die Aktie auch nicht von einer Verkaufsempfehlung von der DZ Bank stoppen.

DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm hat Adidas von „Halten“ auf „Verkaufen“ abgestuft. „Die zu erwartenden Nachholeffekte im Geschäftsjahr 2021 – nach den erfolgten Umsatz- und Ergebniseinbußen im laufenden Jahr infolge der Coronavirus-Pandemie – sind auf dem jetzt erreichen Kursniveau nach unserer Einschätzung mehr als hinreichend antizipiert“, so der Analyst.

Sturms Kursziel beläuft sich weiterhin auf 265 Euro.

Trotz des negativen Kommentars gewinnt Adidas am Mittwoch 1,3 Prozent und markiert ein neues 6-Monats-Hoch. Der Weg ist nun charttechnisch frei bis zum horizontalen Widerstand im Bereich 292 Euro. Wird diese Marke genommen, rückt als nächstes das Rekordhoch bei 317,45 Euro in den Fokus.

Adidas (WKN: A1EWWW)
DER AKTIONÄR ist anderer Meinung als DZ-Bank-Analyst Sturm. Corona könnte dazu führen, dass einige Hersteller von Sportmode, die stark auf den stationären Handel angewiesen sind, in Bedrängnis geraten und eine Rabattschlacht nicht überleben werden. Adidas hingegen ist online prächtig unterwegs, der Shop zählt zu den wachstumsstärksten in Deutschland.

Zudem ist Adidas im Vergleich zu Nike moderat bewertet. Adidas kommt für 2021 auf ein KGV von 32, Nike auf eines von 37. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz liegt bei Adidas bei 2,6, das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA bei 18. Nike kommt hier auf Werte von 4,2 beziehungsweise 27. Ergo: Die Adidas-Aktie bleibt ein Kauf.