04.04.2019 Benedikt Kaufmann

5G: Die einen zittern, die anderen jubeln

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Ericsson
Trendthema

5G ist aktuell in aller Munde: In Südkorea geht das erste flächendeckende Netz in Betrieb und in Deutschland findet die Frequenz-Versteigerung für das schnelle Netze der Zukunft statt. Während die Anleger von Telekom-Konzernen vor hohen Investitionen zittern, jubeln die Aktionäre von Ericsson.

Die Südkoreaner starten als erstes Land der Welt ein flächendeckendes 5G-Netz. Aktuell ist das Netz PR-wirksam nur für einige Prominente freigeschaltet – die breite Bevölkerung soll am Freitag Zugang bekommen. Auch in den USA ist Verizon kurz davor, ein flächendeckendes Netz in Betrieb zu nehmen.

Deutschland hinkt dagegen hinterher. Hierzulande neigt sich gerade erst die Versteigerung der 5G-Lizenzen dem Ende entgegen. Nach 123 Runden belaufen sich die Gebote auf 2,6 Milliarden Euro. Insgesamt könnten die Telekom-Konzerne damit günstiger davonkommen als befürchtet. In das eigentliche Netz ist damit jedoch noch nicht investiert. Anlegern der Deutschen Telekom, United Internet und 1&1 Drillisch graut es bereits vor den notwendigen Zukunftsinvestitionen.

Diese Anleger jubeln

Anlegern des Telekommunikationsausrüsters Ericsson begrüßen dagegen den 5G-Ausbau. Nachdem die Mobilfunkanbieter den im Jahr 2010 gestarteten Ausbau der 4G-Netze nach fünf Jahren größtenteils beendet hatten, brachen wichtige Umsätze weg.

Im vierten Quartal zeigten sich bereits die positiven Auswirkungen um Nordamerika-Geschäft der Schweden. Ericsson erzielte hier ein Umsatzplus von zehn Prozent. Kein Wunder, denn die zusätzlichen Ausgaben für Netzwerktechnik und Mobilfunkzellen aus den USA fließen nach dem Streit rund um Huawei vor allem in Richtung der großen westlichen Telekommunikationsausrüster Ericsson, Nokia und Cisco.

Vor neuem Hoch

Seit Empfehlung in DER AKTIONÄR 44/2018 hat sich die Ericsson-Aktie positiv entwickelt. Im Februar konnte die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch ausbrechen. Aktuell steht die Aktie nach kurzfristigen Kursgewinnen erneut vor einem 52-Wochen-Hoch. DER AKTIONÄR empfiehlt, dem Trend weiter zu folgen. Der 5G-Ausbau dürfte die Aktie langfristig antreiben.