02.12.2019 Michael Schröder

+220%: Darum bleibt Real-Depot-Wert Eckert & Ziegler auf der Überholspur

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Eckert & Ziegler
Trendthema

Eckert & Ziegler-Vorstand Dr. Andreas Eckert hinterließ bei seiner Präsentation auf dem Deutschen Eigenkapitalforum (EKF) vor einer Woche einmal mehr einen guten Eindruck. Die Investoren griffen im Anschluss weiter beherzt zu. Kein Wunder: Die Aussichten für den Anbieter von Spezialkomponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin sind unverändert gut. Die Aktie springt zum Wochenstart auf ein neues Allzeithoch. Das Plus auf Jahressicht beträgt damit mittlerweile rund 220 Prozent.

Dr. Andreas Eckert präsentierte auf dem EKF seinen ersten pharmazeutisch zugelassenen Galliumgenerator, sprach unter anderem von einer „grob unverhältnismäßigen Strafe“ seitens der BaFin nach Formfehlern in den 2017er- und 2018er-Halbjahresberichten und von anstehenden Indikationserweiterungen durch die Pharmakonzerne, die bei Eckert & Ziegler ab 2020 zu einer überproportional steigenden Nachfrage führen könnten.

Zeigt sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung: Dr. Andreas Eckert, Vorstand bei Eckert & Ziegler

Am Ende deutete der Vorstand an, dass sich nun auch der Bayer-Konzern durch den Aufbau einer pankarzinomen Plattform im Kampf gegen den Krebs „den Pfad bahnen“ würde und sich auch hier für Eckert & Ziegler als Zulieferer eines Radionuklids viel Potenzial ergeben könnte. Noch mache diese Schwalbe laut Eckert keinen Sommer, aber das Thema würde kommen. Kurzum: Dank einer „unverändert günstigen Großwetterlage“ dürfte die Gesellschaft auch in Zukunft auf einem dynamischen Wachstumspfad bleiben.

Im laufenden Jahr wird beim Umsatz weiterhin ein Wert von etwa 180 Millionen Euro (Vorjahr: 168,7 Millionen Euro) erwartet. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse bereits um acht Prozent auf 133,2 Millionen Euro. Wachstumstreiber war erneut vor allem das Segment Radiopharma. Gut möglich, dass dabei die aktuelle Gewinnprognose von 4,00 Euro je Aktie übertroffen wird – trotz anstehenden Werthaltigkeitsprüfungen und dem Bußgeldbescheid der BaFin.

Eckert & Ziegler (WKN: 565970)

Die Aktie von Eckert & Ziegler sorgte im laufenden Jahr schon ordentlich für Furore. Im Rahmen des viel zitierten Window-Dressings dürfte sich der Kurs in den letzten Wochen des Jahres noch dem Kursziel von Hauck & Aufhäuser bei 210 Euro annähern. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot vorerst weiter auf dieses Szenario.

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