Anfang der Neunziger hatte Deutschland ein Börsenproblem. Aktien waren etwas für Bankiers und Insider. Dann kam 1996, und plötzlich wollte jeder mitspielen.
Das Jahr begann mit Zuversicht. Die Konjunktur lahmte zwar, an den Börsen lief es aber rund. Der DAX kletterte munter nach oben, und Anleger rieben sich verwundert die Augen. Konnten Kurse wirklich so schnell steigen? Sie konnten. Zumindest eine Weile.
Der Höhepunkt kam im November. Am 18. November ging die Deutsche Telekom an die Börse, die damals größte Privatisierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Ausgabepreis lag bei 28,50 Mark.
Die Werbung war allgegenwärtig, die Botschaft klar: Aktien sind nicht mehr nur etwas für Reiche, sondern für jeden. Die „Volksaktie“ war geboren.
Während die einen Telekom-Papiere zeichneten, wagten andere einen eigenen Schritt. Am 19. November 1996 erschien die erste Ausgabe von DER AKTIONÄR. Die Mission: ein Blatt für Privatanleger, das ohne Fachchinesisch auskommt und die Börse aus der Nische holt. Das Vorhaben war gewagt, passte aber zum Zeitgeist. Wer endlich einsteigen wollte, brauchte jetzt auch Orientierung.
Rückblickend war 1996 ein Jahr des Aufbruchs. Die große Technologiewelle rollte noch nicht, doch am Horizont zeichnete sich bereits ab, was kommen sollte.
Computer wurden alltagstauglich, das Internet war für viele noch ein Rätsel, für die Börse aber schon ein Versprechen. Wer damals investierte, dachte oft weniger an Quartalszahlen als an die Zukunft.
Und heute? Die Kurse sind gestiegen, Krisen kamen und gingen. Geblieben ist die Erkenntnis von 1996: Die Börse gehört allen, die sich trauen, sie zu verstehen. So hat alles begonnen. Und DER AKTIONÄR hilft Privatanlegern bis heute, sich im Börsendschungel zurechtzufinden.
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01.08.2026, 10:07
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