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Abpraller bei der Commerzbank

Abpraller bei der Commerzbank
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 22.08.2018, 13:54 ‧ DER AKTIONÄR
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Nach der Bodenbildung Mitte August hatte die Commerzbank-Aktie am Dienstag als Tagesgewinner im DAX mit rund 2,8 Prozent im Plus geschlossen. Auch am heutigen Handelstag greifen die Bullen zu. Ist die Korrektur nun beendet?

Die Ratingagentur Moody´s hat kürzlich ihre Bewertung für eine Reihe deutscher Banken angehoben – darunter auch die Commerzbank. Das Rating verbessert sich wie auch bei der HVB gleich um drei Stufen. Das langfristige Kreditrating der Commerzbank liegt nun bei A1.

Nationaler Sonderweg aufgehoben

Anreiz für die Hochstufung sei eine Änderung in der gesetzlich festgelegten Haftungskaskade. Von 2017 an war es deutschen Banken verboten, klassische nicht-nachrangige unbesicherte Anleihen zu emittieren. Dieser nationale Sonderweg wurde aufgehoben. Somit dient jetzt bei Moody´s die Anleiheklasse wie in restlichen EU-Ländern als Anhaltspunkt für das Emittenten-Rating. Weil die Bewertungen hier vergleichsweise hoch liegen, wurden diese auch angehoben.

Zudem teilte das Kreditinstitut mit, es werde die Pläne für die europäische Digitalbank Copernicus begraben. „Man kann nicht alles auf einmal machen. Das erhöht die Komplexität und macht einen nicht schneller und effizienter“, erklärte Privatkundenvorstand Michael Mandel in einem Interview im Intranet der Bank.

Digitalbank Copernicus kritisiert

Das Begraben des Projekts hießen viele Marktteilnehmer willkommen. Einige Analysten und Investoren kritisierten Copernicus. Sie fürchteten, das Projekt könnte die Onlinetochter Comdirect kaputtmachen. Zudem würde der Aufbau einer neuen Onlinebank viel Geld verschlucken und sich erst in einigen Jahren auf die Bilanz positiv auswirken. Auf diese Gefahr wollte sich der Commerzbank-Vorstand nicht einlassen.

Quelle: Börsenmedien AG

Trotz dem Zugewinn inmitten der Nachrichtenflut macht die Commerzbank-Aktie bei den Anlegern keine große Freude. Das Papier liegt immer noch rund 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Die 200-Tage-Linie ist gute 24 Prozent entfernt. Dazu wird der Titel aller Voraussicht nach im September den DAX verlassen. Bis auf den Abpraller an der Unterstützungszone um 8,00 Euro ist mit der CoBank weiterhin nicht viel zu holen. DER AKTIONÄR rät weiterhin von einem langfristigen Investment ab. Kurzfristige Trading-Chancen sind indes immer wieder mal möglich.

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