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RTL Group: 25 Prozent weniger Gewinn

RTL Group: 25 Prozent weniger Gewinn
Foto: Börsenmedien AG
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Maximilian Völkl 05.03.2015, 11:07 Maximilian Völkl

Schwache Zahlen bringen die Aktie der RTL Group am Donnerstag unter Druck. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn der Luxemburger gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück. Obwohl viele Probleme bereits bekannt waren, zählt der Medienkonzern am Donnerstag zu den schwächsten Werten im MDAX. 

Ein starkes Ergebnis beim größten deutschen Privatsender RTL war für den Mutterkonzern nicht genug. Gesunkene Werbeerlöse in Frankreich und ein schwächeres Geschäft der Produktionstochter FreemantleMedia verhinderten 2014, dass die Konzernerlöse stiegen. Im Jahresvergleich gingen sie um 0,3 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Euro zurück. Positiv ist, dass das Geschäft im vierten Quartal wieder anzog. Die Ursache: Umsätze mit TV-Werbung sind stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Auch beim Gewinn war 2014 ein enttäuschendes Jahr: Unter dem Strich drückte vor allem eine Wertminderung des ungarischen RTL-Ablegers das Ergebnis um rund ein Viertel auf 653 Millionen Euro. Eine hohe Steuer auf Werbeeinnahmen hatte das Geschäft dort gefährdet – auf EU-Druck wurde das Gesetz inzwischen allerdings wieder kassiert. Der operative Gewinn der RTL Group sank 2014 hingegen nur minimal. Damit schnitt der Konzern sogar etwas besser ab als die eigene Prognose befürchten ließ.

Schwacher Ausblick

Die Prognose für das laufende Jahr fällt allerdings ebenfalls skeptisch aus. Für 2015 rechnet die RTL Group lediglich mit einer stabilen Entwicklung bei Umsatz und operativem Gewinn vor Sondereffekten. Die reguläre Dividende für 2014 soll im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um einen Euro auf 3,50 sinken. Im September hatte bereits die gezahlte Sonderdividende um 50 Cent niedriger gelegen als die Sonderausschüttung für 2013.

Internet-Hoffnung

Die bekannten Probleme in Frankreich dürften nun zum größten Teil eingepreist sein. Hoffnung für die Zukunft macht die zunehmende Fokussierung auf den Internetboom. Der Konzern ist inzwischen Europas Nummer 1 bei Internet-Videos. Hier sollten die Weichen gestellt werden, dass auch die operativen Zahlen bald wieder erfreulicher ausschauen.

Laufen lassen

Der kurzfristige Gegenwind auf der Margenseite dürfte bald überwunden sein. Mit der noch immer attraktiven Dividendenrendite von 4,1 Prozent und dem anhaltenden Aufwärtstrend bleibt die RTL-Aktie gut im Rennen. Seit der Empfehlung im Dezember liegt der MDAX-Titel bereits 13 Prozent im Plus. Investierte Anleger lassen diese Gewinne laufen. Neueinsteiger bevorzugen derzeit allerdings den etwas stärker aufgestellten Konkurrenten ProSiebenSat.1.

(Mit Material von dpa-AFX)

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