In der heutigen Opening Bell dominieren die geopolitischen Spannungen klar das Marktgeschehen. Nach den Militärschlägen von Israel und den USA gegen den Iran weiten sich die Verluste an den Aktienmärkten aus.
Der DAX rutscht um rund 2,7 Prozent ab, auch der MDAX steht deutlich unter Druck. Risk-off ist das beherrschende Thema – Anleger suchen den Ausgang, solange die Lage unübersichtlich bleibt.
Im Fokus steht die mögliche Eskalation rund um die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports läuft. Bereits erste Hinweise auf geringeren Schiffsverkehr nähren Sorgen vor Störungen der Lieferketten. Steigende Ölpreise treiben Inflationsängste, könnten Zinssenkungserwartungen dämpfen und erhöhen die Unsicherheit zusätzlich. Entsprechend geraten besonders Techwerte unter Druck – etwa Nvidia, die an der 200-Tage-Linie notiert und charttechnisch unter Beobachtung steht.
Gefragt sind dagegen klassische Krisen-Profiteure: Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin oder RTX legen kräftig zu, ebenso Unternehmen aus dem Öl- und Tankerbereich wie Exxon, Chevron, Frontline oder Nordic American Tankers. Höhere Energiepreise und steigende Frachtraten stützen diese Titel.
Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
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