Der DAX startet nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran zunächst mit Rückenwind in den Handel, kann die Marke von 25.000 Punkten aber nicht halten und pendelt am Morgen bei 24.946 Zählern. Im Fokus stehen weiter die charttechnischen Marken rund um 25.000 Punkte, die Gap-Zone zwischen etwa 24.750 und 24.900 Zählern sowie die Unterstützung bei 24.500 Punkten. Gleichzeitig bleibt das Golden Cross intakt, doch für den nächsten Schub in Richtung neuer Rekorde braucht es nun den nachhaltigen Ausbruch über die runde Tausendermarke.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgen die Renditen, die sich weiter freundlich entwickeln. Die Bundesrendite liegt bei 2,95 Prozent, in den USA stehen 4,47 Prozent im Raum. Aus charttechnischer Sicht wäre ein weiteres Anziehen dieser Größenordnung ein positives Signal auch für den DAX. Der Gesamtmarkt zeigt sich zum Auftakt dennoch nur verhalten freundlich, was nach dem starken Lauf der Vortage auf eine Phase der Konsolidierung hindeutet.
Bei den Einzelwerten bleibt die Commerzbank im Blick. Das Angebot von UniCredit sorgt weiter für politische Gegenwehr, der Bund lehnt es klar ab, und die Aktie rutschte gestern zeitweise unter 36 Euro. Aktuell bewegt sie sich mit 35,90 bis 36,50 Euro in einer engen Range. Die Gefahr eines Ausbruchs nach unten bleibt bestehen, wenn die Unterstützung nicht hält.
Deutlich freundlicher präsentiert sich GEA. Die Deutsche Bank hat die Aktie von Hold auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 64 auf 70 Euro angehoben. Dazu wurden Umsatz- und Ergebnisschätzungen nach oben angepasst. Technisch hellt sich das Bild spürbar auf, nachdem der Bereich zwischen 53,50 und 57 Euro als Boden bestätigt wurde. Im Idealfall rückt nun zunächst die 200-Tage-Linie in den Fokus.
Sehr dynamisch bleibt Redcare Pharmacy nach der angehobenen Prognose. Das Unternehmen erwartet nun ein Konzernwachstum von 15 bis 17 Prozent statt bisher 13 bis 15 Prozent, zudem wurde die Margenprognose auf 2,5 bis 3 Prozent erhöht. Die Aktie sprang gestern zeitweise um mehr als 17 Prozent und arbeitet sich nun an die 200-Tage-Linie und einen wichtigen horizontalen Widerstand heran. Auch Siltronic legt im KI- und Chip-Umfeld weiter zu, nachdem das Unternehmen per Kapitalerhöhung 3 Millionen Aktien zu 91 Euro platziert hat. Volkswagen hingegen gerät nach schwachen China-Zahlen unter Druck: Der Absatz dort sank im Mai um 22 Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge, seit Jahresbeginn liegt das Volumen 20 Prozent unter Vorjahr. Das belastet die Aktie und spricht eher für einen erneuten Test der unteren Begrenzung der Handelsspanne.
Blick nach vorn: Heute stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland an, zusätzlich aus den USA Daten zu Baubeginnen und Baugenehmigungen. Größere Impulse dürften aber erst von der Fed-Entscheidung und dem großen Verfallstag am Freitag kommen.
Worauf es jetzt für den DAX ankommt, erläutert Thomas Bergmann in dieser Sendung. Der DAX-Experte zeigt, welche Hürden und Unterstützungen von Bedeutung sind. Sehen Sie den DAX-Check von Montag bis Freitag live um 09:00 Uhr auf YouTube.
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