Hannover Rück erzielt sehr gutes Halbjahresergebnis und sieht sich auf Kurs für das Gesamtjahr
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Hannover Rück erzielt sehr gutes Halbjahresergebnis und sieht sich auf Kurs
für das Gesamtjahr
12.08.2026 / 07:30 CET/CEST
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Hannover Rück erzielt sehr gutes Halbjahresergebnis und sieht sich auf Kurs
für das Gesamtjahr
* Nettokonzerngewinn steigt um 7,0 % auf 1,4 Mrd. EUR
* Rückversicherungsumsatz (brutto) auf Konzernebene wächst
währungskursbereinigt um 0,7 %
* Eigenkapitalrendite erreicht 21,5 %
* Großschäden in der Schaden-Rückversicherung unter Erwartungswert
* Schaden-Kostenquote verbessert sich auf 83,2 %
* Personen-Rückversicherung mit erwartungsgemäßer Geschäftsentwicklung
* Kapitalanlagerendite mit 3,7 % über Zielwert von rund 3,5 %
* Gewinnziel für 2026 bestätigt
Hannover, 12. August 2026: Die Hannover Rück hat in einem zunehmend
anspruchsvollen Marktumfeld ein sehr gutes Halbjahresergebnis erzielt und
sieht sich auf Kurs für das Gewinnziel von mindestens 2,7 Mrd. EUR für das
Gesamtjahr.
"Wir blicken auf erfolgreiche sechs Monate zurück. Unser partnerschaftlicher
Ansatz und unsere schlanke Organisation bleiben zentrale Faktoren, mit denen
wir in dem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich agieren", sagte
Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Gerade
deshalb konnten wir an der Seite unserer Kunden im ersten Halbjahr weiter
selektiv Marktanteile gewinnen."
Nettokonzerngewinn steigt um 7,0 % auf 1,4 Mrd. EUR
Der Rückversicherungsumsatz (brutto) sank um 3,1 % auf 12,9 Mrd. EUR
(Vorjahr: 13,3 Mrd. EUR). Bei unveränderten Währungskursen hätte das
Wachstum 0,7 % betragen.
Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto), das die Erträge aus der
Rückversicherung nach Abzug des abgegebenen Geschäfts (im Wesentlichen
Retrozession und Insurance-Linked Securities) wiedergibt, stieg auf 1,7 Mrd.
EUR (1,4 Mrd. EUR). Das währungskursbereinigte
Rückversicherungs-Finanzergebnis (netto), das strukturell negativ ist und
die Auflösung der in den vergangenen Jahren gebildeten Diskontierung
widerspiegelt, belief sich auf -773,4 Mio. EUR (-667,6 Mio. EUR).
Das Währungsergebnis belief sich auf -52,9 Mio. EUR (236,1 Mio. EUR).
Während das Vorjahresergebnis von der US-Dollar-Abwertung im ersten Halbjahr
2025 profitierte, ergaben sich aus der US-Dollar-Aufwertung im ersten
Halbjahr 2026 gegenläufige Effekte. Durch die Einführung eines
Euro/US-Dollar Hedge Accountings in der zweiten Hälfte des Jahres 2025
konnten dessen Auswirkungen auf das Ergebnis begrenzt werden. Das Übrige
Ergebnis lag bei -235,1 Mio. EUR (-272,1 Mio. EUR).
Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 9,7 % auf 1,9 Mrd. EUR (1,8 Mrd.
EUR). Der Nettokonzerngewinn stieg um 7,0 % auf 1,4 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR).
Das Ergebnis je Aktie erreichte 11,66 EUR (10,90 EUR).
Eigenkapitalrendite erreicht 21,5 %
Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2026 auf 13,3 Mrd. EUR (31.
Dezember 2025: 12,9 Mrd. EUR). Der Buchwert je Aktie erreichte 110,00 EUR
(31. Dezember 2025: 107,21 EUR). Die annualisierte Eigenkapitalrendite
betrug 21,5 % (23,0 %).
Der Bestand der vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM), der die noch
unverdienten Gewinne des gezeichneten Geschäftes quantifiziert, stieg um
11,4 % auf 8,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 7,9 Mrd. EUR). Der Bestand der
Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken belief sich auf 4,0 Mrd. EUR
(31. Dezember 2025: 3,7 Mrd. EUR).
Die Kapitalbedeckungsquote nach Solvency II, welche die Risikotragfähigkeit
der Hannover Rück-Gruppe misst, lag zu Ende Juni bei 254 % (31. Dezember
2025: 256 %). Sie berücksichtigt die vorhersehbare Dividende anteilig für
das Jahr 2026 sowie das geplante Geschäftswachstum im Jahr 2026 und liegt
weiterhin deutlich über dem Schwellenwert von mehr als 200 %.
Schaden-Kostenquote in der Schaden-Rückversicherung verbessert sich auf 83,2
%
Die vertragliche Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft reduzierte
sich um 13,3 % auf 1,7 Mrd. EUR (2,0 Mrd. EUR). Grund hierfür waren vor
allem Preisrückgänge in den jüngsten Erneuerungen sowie
Währungskurseinflüsse, teilweise kompensierend wirkte ein erhöhtes
Erneuerungsvolumen insbesondere im zweiten Quartal.
Der Rückversicherungsumsatz (brutto) der Schaden-Rückversicherung ging um
8,0 % auf 8,8 Mrd. EUR (9,5 Mrd. EUR) zurück. Bei unveränderten
Währungskursen hätte sich ein Rückgang von 3,9 % ergeben.
Die Leistungen für Großschäden beliefen sich im ersten Halbjahr auf 784,7
Mio. EUR (976,1 Mio. EUR) und lagen damit unter unserem budgetierten
Erwartungswert von 1.024,6 Mio. EUR. Wie üblich wurde der vollständige
Großschadenerwartungswert für die ersten sechs Monate für die Berechnung der
Halbjahresergebnisse zugrunde gelegt.
Die größten Netto-Einzelschäden aus Naturkatastrophen waren für die Hannover
Rück Wintersturm "Fern" in den USA und Kanada zu Beginn des Jahres mit 130,4
Mio. EUR, die schweren Atlantikstürme Anfang des Jahres auf der Iberischen
Halbinsel und in Marokko mit 126,4 Mio. EUR sowie das Erdbeben in Venezuela
im Juni, für das initial 75,0 Mio. EUR reserviert wurden.
Für die möglichen Auswirkungen des Irankriegs hat die Hannover Rück
insgesamt ca. 200 Mio. EUR zurückgestellt. Zusätzlich hat die Hannover Rück
im Berichtszeitraum für weitere Risiken vorgesorgt und die Resilienz der
Schadenreserven weiter gestärkt.
Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) stieg auf 1,3 Mrd. EUR (975,1
Mio. EUR). Die kombinierte Schaden-Kostenquote verbesserte sich auf 83,2 %
(88,4 %) und war damit besser als die Erwartung von unter 87 % für das
Gesamtjahr.
Das operative Ergebnis (EBIT) der Schaden-Rückversicherung stieg um 17,7 %
auf 1,5 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR).
Personen-Rückversicherung mit erwartungsgemäßer Geschäftsentwicklung
Das Geschäftsfeld der Personen-Rückversicherung entwickelte sich im ersten
Halbjahr im Rahmen der Erwartungen. Das generierte Neugeschäft lag im Rahmen
der Erwartungen, insbesondere auch durch attraktive Marktchancen im Bereich
US Financial Solutions.
Der Neubeitrag zur vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM), bestehend aus
Neugeschäft (netto) und aus Vertragsverlängerungen (netto), stieg auf 384,8
Mio. EUR (Vorjahr: 364,7 Mio. EUR). Der Bestand der vertraglichen
Netto-Servicemarge (CSM) stieg um 6,1 % auf 6,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2025:
6,3 Mrd. EUR). Auf währungskursadjustierter Basis hätte das Wachstum 3,6 %
betragen.
Der Rückversicherungsumsatz (brutto) stieg um 9,1 % auf 4,1 Mrd. EUR (3,8
Mrd. EUR). Bei unveränderten Währungskursen hätte sich ein Wachstum von 12,1
% ergeben.
Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) stieg um 7,5 % auf 478,0 Mio.
EUR (444,5 Mio. EUR) und ist damit sehr gut auf Kurs, um das Jahresziel von
rund 925 Mio. EUR zu erreichen. Die darin enthaltene Netto-Verlustkomponente
(LC) aus dem Neugeschäft lag bei 4,9 Mio. EUR (16,3 Mio. EUR).
Das operative Ergebnis (EBIT) der Personen-Rückversicherung ging um 13,1 %
auf 408,2 Mio. EUR (469,9 Mio. EUR) zurück.
Kapitalanlagerendite mit 3,7 % über Zielwert
"Unser Kapitalanlageergebnis und das im Jahr 2025 durch die Realisierung
stiller Lasten weiter gestärkte Zinsniveau in unserem Anlagebestand haben
wesentlich zur Rentabilität der Hannover Rück beigetragen", sagte Christian
Hermelingmeier, Finanzvorstand der Hannover Rück. "Mit unserer starken
Kapitalbasis und unserem disziplinierten Kapitalmanagement können wir auch
über Marktzyklen hinweg Stabilität bieten und nachhaltig Wert schaffen."
Der Bestand der Kapitalanlagen lag mit 69,4 Mrd. EUR deutlich über dem
Niveau zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2025: 66,3 Mrd. EUR). Hier
wirkten sich ein positiver operativer Cashflow trotz negativer
Währungseffekte insgesamt bestandssteigernd aus.
Das Kapitalanlageergebnis lag bei 1,3 Mrd. EUR (1,0 Mrd. EUR). Die
annualisierte Kapitalanlagerendite erreichte 3,7 % und lag damit über dem
Jahresziel von rund 3,5 %.
Ziele für 2026 bestätigt: Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Mrd. EUR
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Hannover Rück mit einem
Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Mrd. EUR.
"Mit dem sehr guten Halbjahresergebnis ist die Hannover Rück bestens
aufgestellt", sagte Clemens Jungsthöfel. "Gemeinsam mit der im vergangenen
Jahr nochmal deutlich gestärkten Widerstandskraft und unserem schlanken
Betriebsmodell bin ich zuversichtlich für das Gesamtjahr 2026 und unsere
langfristige Ertragskraft."
Die Vertragserneuerungen in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Juni und 1.
Juli 2026 waren für die Hannover Rück von fortgesetzten Preisrückgängen
geprägt. Traditionell werden im Juni und Juli Teile des Nordamerikageschäfts
erneuert, insbesondere Naturkatastrophenrisiken, Geschäft aus Australien und
Neuseeland sowie im Bereich Kredit und Kaution. Das Volumen erhöhte sich
insgesamt um 12,3 %. Die Preise des erneuerten Geschäfts gingen inflations-
und risikoadjustiert um 4,5 % zurück.
Die Entwicklung des Rückversicherungsumsatzes in der traditionellen
Schaden-Rückversicherung verlief im ersten Halbjahr mit einem
währungskursbereinigten Wachstum von 0,2 % zum Vorjahr verhaltener als
ursprünglich erwartet. Für den weiteren Jahresverlauf wird ein spürbar
positiver Impuls aus den erfolgreichen Vertragserneuerungen des
Berichtsjahres auf den Rückversicherungsumsatz (brutto) erwartet. Vor diesem
Hintergrund ist weiterhin ein währungskursbereinigtes Wachstum des
Rückversicherungsumsatzes (brutto) im traditionellen Geschäft (ohne
strukturierte Rückversicherung) für das Gesamtjahr im mittleren einstelligen
Prozentbereich erreichbar. Zudem erwartet die Hannover Rück eine kombinierte
Schaden-Kostenquote von unter 87 %.
Im Bereich der Personen-Rückversicherung erwartet die Hannover Rück ein
Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) von rund 925 Mio. EUR.
Die Kapitalanlagerendite soll rund 3,5 % erreichen.
Die Erreichung des Gewinnziels für 2026 basiert auf der Voraussetzung, dass
die Großschadenbelastung den Erwartungswert von 2,3 Mrd. EUR nicht
wesentlich übersteigt und es zu keinen unvorhergesehenen negativen
Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt.
Gemäß der Dividendenpolitik der Hannover Rück soll die Ausschüttungsquote
für die Dividende rund 55 % des IFRS-Nettokonzerngewinns betragen. Ferner
besteht das Ziel, mindestens eine Dividende pro Aktie auf Vorjahresniveau
auszuschütten und sie langfristig zu steigern.
Die Hannover Rück ist einer der weltweit führenden Rückversicherer. Sie
betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit
rund 4.000 Mitarbeitenden weltweit präsent. Das
Schaden-Rückversicherungsgeschäft in Deutschland wird von der
Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Gegründet 1966, wird die Hannover
Rück als verlässlicher Partner für innovative Risikolösungen, ausgeprägte
Kundennähe und finanzielle Solidität wahrgenommen. Die für die
Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück
als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard &
Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".
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Quelle: dpa-AFX
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