Der Herbst wird bei Moderna spannend. Am Samstag, dem 24. Oktober, steht der womöglich wichtigste Termin des Jahres an: Auf dem ESMO-Kongress in Madrid stellen Moderna und Partner Merck & Co detaillierte Phase-3-Daten zu Intismeran autogene vor, dem individualisierten Krebsimpfstoff gegen Melanome.
Im Mittelpunkt steht die Studie INTerpath-001 mit Patienten im Stadium IIb bis IV nach operativer Entfernung des Melanoms. Die Präsentation erfolgt um 16:30 Uhr MESZ im Rahmen eines Presidential Symposiums. Am Abend folgt um 19:00 Uhr MESZ ein Investoren-Webcast. Laut den News im August wurde der primäre Endpunkt, das rezidivfreie Überleben, erreicht. Das Gesamtüberleben wird noch untersucht, die Größe des Effekts ist unbekannt. Genau hierauf liegt das Augenmerk.
Die Aktie ist bereits gut vorgelaufen: Nach dem jüngsten Einzug in den Nasdaq-100 kam es erneut zu einer starken Rallybewegung, nachdem sich die Aktie zuvor bereits seit August vervielfacht hatte. Auch am Donnerstag ging es erneut kräftig aufwärts bei der Moderna-Aktie. Das Papier gewann weitere 4,5 Prozent auf 236,50 Dollar.
Einige Analysten zeigen sich jedoch zurückhaltend. Die Bank of America hob das Kursziel zwar an, sie hat die Einstufung aber bei „Neutral“ belassen. Die Citigroup hat Moderna im September sogar von „Neutral“ auf „Sell“ herabgestuft. Sie bezeichnete die Bewertung nach den INTerpath-001-Daten als "nicht zu rechtfertigen".
Es wird also hochspannend. Der 24. Oktober ist ein echter Katalysator und dürfte die weitere Richtung der Moderna-Aktie vorgeben. Entscheidend werden Gesamtüberleben, Sicherheitsprofil und die Größe des Effekts. Für die Onkologie-Story ist das ein Schlüsselmoment. Die Aktie ist nach der Rally in den vergangenen Wochen sicherlich kein Schnäppchen mehr. Umso wichtiger wird, dass die neuen Daten das Potenzial bestätigen. Am 6. November folgen darüber hinaus die Zahlen zum dritten Quartal. Moderna befindet sich auch im AKTIONÄR-Depot. Gewinne laufen lassen – ein Stopp bei 155,00 Euro sichert nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna.
Aktien von Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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