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22.06.2020 Maximilian Völkl

Siemens Gamesa: Großauftrag von Innogy – Aktie springt nach oben

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Siemens Gamesa

Nach einer erneuten Gewinnwarnung war die Aktie von Siemens Gamesa in der vergangenen Woche deutlich unter Druck geraten. Am Montag zählt die Aktie im schwachen Marktumfeld aber zu den stärksten Werten an der Börse. Schwung liefert ein Großauftrag von Innogy für einen Offshore-Windpark.

Für das Windparkprojekt Sofia in der britische Nordsee soll Siemens Gamesa 100 Turbinen liefern. Der Konzern ist damit laut einer Mitteilung der bevorzugte Lieferant für das Projekt. Die Windräder haben insgesamt eine geplante Leistung von 1,4 Gigawatt und sollen ab 2024 installiert werden.

„Wir freuen uns, dass Innogy sein Vertrauen in unsere neue Turbine setzt, und wir damit gemeinsam eine saubere und nachhaltige Zukunft gestalten können“, sagte der neue Siemens-Gamesa-CEO Andreas Nauen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Offshore-Windenergie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie leisten kann, indem sie Arbeitsplätze bietet und zu einer verlässlichen Energieversorgung zu attraktiven Preisen beiträgt."

Die endgültige Investitionsentscheidung bei Innogy soll im ersten Quartal 2021 fallen. Noch ist der Geschäftsbereich Erneuerbare Energien von Innogy ein Teil von E.on. Allerdings soll bis Ende Juni die Übertragung an RWE wirksam werden.

Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8)

RWE wird dann auch alleiniger Eigentümer des Sofia-Projekts. Der Konzern hat sich mit der Rückbesinnung auf Erneuerbare Energien selbst wieder eine Zukunft gegeben. An der Börse dürfte das auch künftig gut ankommen. Die Aktie bleibt ein Kauf.

Siemens Gamesa ist bei Offshore-Wind bestens positioniert. Hier winkt künftig großes Wachstum. Doch der Konzern hat auch mit hausgemachten Problemen und mangelnder Profitabilität zu kämpfen. Für langfristig orientierte Anleger bleibt deshalb der Weltmarktführer Vestas der Favorit in der Branche.