Nach mehreren starken Börsenjahren bleibt die Lage bei Siemens Energy 2026 schwierig. Der jüngste Ausbruchsversuch nach oben am Dienstag ist beim Energietechnikkonzern einmal mehr gescheitert. Im schwachen Marktumfeld geht der Blick nun wieder nach unten, obwohl es Rückenwind von Analystenseite gibt.
DZ-Bank-Experte Alexander Hauenstein erwartet, dass Siemens Energy den zuletzt erhöhten Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 (per Ende September) leicht übertreffen dürfte. Die Prognose für das Anfang Oktober gestartete neue Geschäftsjahr erwartet er auf Konsensniveau. Die Mittelfristziele für 2030 dürften steigen. Hauenstein hob deshalb sein Kursziel deutlich von 128 auf 157 Euro an, die Einstufung bestätigte er allerdings auf „Halten“.
Operativ sollte es bei Siemens Energy also weiter gut laufen. An der Börse dagegen ist es seit Wochen ein Auf und Ab mit einer leichten Tendenz nach unten. Nachhaltig aus dem Abwärtstrend konnte die Aktie bislang nicht ausbrechen. Dabei macht sich vor allem weiterhin bemerkbar, dass kaum ein anderer Wert in Deutschland derart als KI-Aktie gehandelt wird wie Siemens Energy.
Hintergrund: Der Konzern profitiert seit Längerem vom weltweit steigenden Energiehunger, der vor allem durch den Megatrend KI und dem zunehmenden Ausbau der dafür benötigten Rechenzentren ausgelöst wird. Siemens Energy liefert die entsprechende Netz- und Gastechnik, die für den Ausbau der Stromversorgung unabdinglich sind. Lange hat das an der Börse für steigende Kurse gesorgt, zuletzt ebbte die Euphorie aber etwas ab – neue Impulse müssen nun her. Kommen könnten diese möglicherweise durch eine starke Berichtssaison der Tech-Werte an der Wall Street.
Angesichts der jüngsten Kursentwicklung ist Siemens Energy derzeit trotz der starken operativen Entwicklung nur eine Halteposition. Der Stopp bei 130 Euro ist nicht weit entfernt und sollte beachtet werden. Erst wenn der Abwärtstrend tatsächlich verlassen wird, bietet sich ein Kauf wieder an.
Heute, 14:31
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