Im Frühjahr konnte sich die skandinavische Wasserstoff-Aktie in der Spitze in etwa verdoppeln. Doch auf den rasanten Kursanstieg folgte schnell die Ernüchterung. Inzwischen rangiert der Wert wieder um die Marke von 0,20 Euro ohne größere Impulse. Am Donnerstag sendet das Papier zumindest kurzfristig ein positives Signal.
Der Wasserstoff-Wert reagiert auf eine Rahmenvereinbarung, die Nel mit Hydrasun als europäischem Integrationspartner für PEM-Elektrolyselösungen schließen konnte. Der Partner hat sich auf die Bereitstellung integrierter Flüssigkeitstransfer-, Energie- und Steuerungsprodukte für die verschiedensten Sektoren spezialisiert.
Hydrasun soll Produktionskapazitäten für die Montage und Integration der containerisierten PEM-Technologieplattform von Nel entwickeln. Die Stacks für die Elektrolyseuranlagen wollen die Norweger allerdings weiterhin in den USA produzieren.
Die Skandinavier erhoffen sich von der Zusammenarbeit mehr Fertigungsflexibilität sowie eine höhere Widerstandsfähigkeit der Lieferketten.
Maue Auftragslage
Knackpunkt beim Elektrolyse-Spezialisten bleibt die ausbleibende Wachstumsfantasie durch neue Aufträge. Dass im zweiten Quartal der Verlust beim EBITDA die Erlöse aus Kundenkontrakten überstiegen hat, spricht Bände. Der Auftragsbestand ging zudem um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Seit der Q2-Zahlenvorlage meldete das Unternehmen auch keinen neuen Großauftrag. Ergo: Bis dato lässt auch das dritte Quartal keine Trendwende erkennen.
Die Nel-Aktie konnte an der Heimatbörse in Oslo auf Intraday-Basis kurz bis auf 2,23 Norwegische Kronen steigen (rund 0,21 Euro), um die Gewinne schnell wieder abzugeben. Die Norweger müssen dringend größere Aufträge an Land ziehen, um das Vertrauen der Anleger wieder auf die eigene Seite zu ziehen. Derzeit mangelt es an jeglicher Fantasie, dass ein zeitnaher Turnaround gelingen kann. Anleger warten ab.
Heute, 11:13
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