An der Wall Street tobt um kaum ein Papier ein so erbitterter Glaubenskrieg wie um Palantir. Während Star-Investor Michael Burry beharrlich an seiner millionenschweren Wette auf einen Absturz festhält, zieht der Kurs wieder nach oben und tastet sich an das bisherige Allzeithoch heran.
Doch ausgerechnet abseits des US-Heimatmarktes braut sich jetzt ein Konflikt zusammen, der die gesamte Wachstumsfantasie empfindlich ausbremsen könnte.
Pentagon vergibt nächsten Auftrag
Auf dem Heimatmarkt läuft die Maschinerie des US-Datenkonzerns auf Hochtouren. Das US-Heer hat einer Tochtergesellschaft von Palantir einen neuen Festpreisauftrag über 48,1 Millionen Dollar erteilt. Die Software soll die gesamte Erfassung und Verwaltung von Munition steuern – von der Beschaffung über die Lagerung bis zur Ausgabe und Entsorgung. Das System löst neun getrennt betriebene Altsysteme ab und führt die Datenströme zusammen.
Palantir setzte sich in einem sechswöchigen Auswahlverfahren gegen Mitbewerber durch. Die Entwicklung läuft zwölf Monate, danach folgt eine Betreuungsphase über fünf Jahre.
Rückenwind kommt gleichzeitig aus dem zivilen Behördensektor. Anfang der Woche startete die US-Luftfahrtbehörde FAA ihr System SMART an drei Großflughäfen rund um Washington, um Flugrouten und Luftraum über Algorithmen zu steuern.
Reaktionen von Analysten, weitere Entwicklungen und was jetzt wichtig ist ...
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