Wenn die Märkte beben, sind klare Strategien gefragt. Martin Päutz ist Profi-Trader und zeigt, wie er durch turbulente Börsenphasen navigiert und gemeinsam mit seinen Lesern auf die Suche nach den besten Trades geht.
An der Börse gibt es keine dauerhafte Schönwetterphase. Kurse steigen, fallen und drehen oft heftiger, als viele Anleger erwarten. Martin Päutz handelt seit 1991 an der Börse und lebt seit Juli 1999 hauptberuflich vom Trading. In seinem Börsendienst MASTERMIND TRADING teilt er seit Januar dieses Jahres seine Analysen und Trading-Ideen. Nun zieht der Vollzeit-Trader Bilanz und zeigt, wie er Chancen und Risiken in bewegten Märkten bewertet.
DER AKTIONÄR: Martin, wie bist du zur Börse und schließlich zum professionellen Trading gekommen?
Martin Päutz: Ich bin gelernter Bankkaufmann und war eigentlich immer schon so was wie ein Zahlenfetischist. Mathematik fiel mir immer schon leicht. Das gepaart mit Psychologie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und einer recht guten Begabung in Sachen Mustererkennung – fertig war der Börsenprofi. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt. Erste Orders 1991, dann eine Weile nebenher und seit Juli 1999 lebe ich hauptberuflich vom Börsenhandel.
Was fasziniert dich bis heute am Börsenhandel – und was macht einen guten Trader aus?
Die Börse ist nie langweilig. Wo Bewegung ist, kann Geld verdient werden. Tja, was ist ein guter Trader? Das kommt ja auch auf die eigene Zielsetzung an. Es braucht aber zuallererst Disziplin und Ehrgeiz – Börsenprofi zu sein ist ein knüppelharter Job. Den muss man lieben oder man lässt es. Bis zu 16 Stunden Aktienhandel am Tag kann man nicht machen, wenn man genervt davon ist, am Schreibtisch zu sitzen. Eine von meinem Broker zertifizierte Rendite von 885 Prozent in einem Jahr fällt nicht vom Himmel.
Dein Börsendienst MASTERMIND TRADING ist im Januar gestartet. Wie fällt dein Rückblick auf die ersten Monate aus?
Durch die über mehrere Monate herausfordernde Börsenlage – erst die Panik in den KI-Aktien, dann die Militäraktionen im Iran – wurden uns leider eine ganze Reihe von Bestandspositionen nacheinander ausgestoppt. Diese Verluste mussten dann mit den restlichen Trades erst mal überkompensiert werden, sodass das Musterdepot eine Weile brauchte, bis es komplett grün war. So wichtig wie das Einhalten von eingerichteten Stoppkursen ist, so sicher ist dann in einem solchen Markt auch, dass Stopps ausgelöst werden.
Aktuell liegen wir nun sieben Prozent im Plus, etwas besser als der DAX, der im gleichen Zeitraum auf aktuell 6,70 Prozent Plus kommt. Die acht Bestandspositionen werden angeführt von IONOS GROUP mit 32 Prozent Kursgewinn in etwas mehr als zwei Monaten, vor fünf weiteren Aktien mit zweistelligem Kursgewinn.
Was hat sich seit dem Start besonders gut entwickelt – und welche Erfahrungen hast du in dieser Zeit gemacht?
Die Historie unserer Trades wird von Hims & Hers Health angeführt: Die US-Aktie brachte in nicht einmal drei Wochen über 43 Prozent Kursgewinn. Auch Redcare Pharmacy erzielte in etwa dem gleichen Zeitraum starke 39 Prozent. Beide Trades stehen exemplarisch für mehrere erfolgreiche Transaktionen seit dem Start. In der Summe konnten die Gewinne aus diesen und weiteren erfolgreichen Trades die Verluste aus den ausgestoppten Positionen mehr als ausgleichen.
Die wichtigste Erfahrung: Nicht jeder Trade entwickelt sich wie erwartet. Entscheidend ist, Verluste zu begrenzen und Chancen konsequent zu handeln.
„Die Börse ist nie langweilig. Wo Bewegung ist, kann Geld verdient werden.“
Die Börse war in den vergangenen Monaten immer wieder von starken Bewegungen geprägt. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein?
Nach den beiden mit der KI-Panik bei den Software-Aktien und den Militäraktionen gegen den Iran einhergehenden Abverkaufssituationen gehe ich aktuell davon aus, dass sehr viele „zittrige Hände“ dabei aus dem Markt gespült wurden. Wer dort nicht verkauft hat, der wird es in diesem Jahr ohne das Eintreten einer möglichen neuen Schocksituation auch nicht mehr tun.
Ich gehe also von steigenden Aktienkursen am Jahresende aus. Das heißt auch, dass ich an eine Jahresendrally glaube. Auch wenn zuvor die Zwischenwahlen in den USA noch ein gewisses Unruhepotenzial darstellen könnten.
Ein weiter fester Gesamtmarkt sollte auch die Stimmung bei den Small und Mid Caps weiter verbessern helfen.
Wo siehst du derzeit die interessantesten Chancen für Anleger – und was erwartest du für den weiteren Jahresverlauf?
Ich gehe davon aus, dass die in Panik abverkauften Software-Aktien, allen voran in den Vereinigten Staaten, noch weiteres Potenzial haben, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Das sollte dann rund um den Erdball weitere Software-Titel mitziehen, in unserem Musterdepot zum Beispiel Nemetschek und Oracle Japan. Da dies dem gesamten Aktienmarkt guttun dürfte, wird die entsprechende Flut vermutlich eine ganze Reihe weitere Boote zum Jahresende mit anheben. Und ich bin mir sicher: Rebound-Kandidaten gibt es dann noch immer genug.
Was macht Small und Mid Caps sowie Rebound-Chancen für dich interessant?
Eigentlich ist es ganz einfach. Oft gibt der Gesamtmarkt schon die Richtung vor, während Small und Mid Caps noch nicht entschieden sind, ob sie mitmarschieren. Das liegt auch an geringerer Analystenabdeckung. Man muss zwar genauer hinschauen, findet dafür aber immer starke Schnäppchen und vielversprechende Rebound-Kandidaten.
Und gerade jetzt, nach stärkeren Rücksetzern, kann sich ein Blick lohnen. Wenn Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen, entstehen interessante Swing-Trades. Doch man muss aufpassen. Denn nicht jede gefallene Aktie ist jedoch eine gute Gelegenheit. Entscheidend bleiben Analyse, Einstiegsplan sowie Stopp- und Zielkurse.
Mehrmals pro Woche erhalten die Teilnehmer von MASTERMIND TRADING spannende Trading-Ideen und wertvolle Informationen zur Börse – direkt über den Messenger Telegram.
Für wen ist dein Börsenbrief MASTERMIND TRADING geeignet – und was erwartet Interessierte im kostenlosen Testzeitraum?
MASTERMIND TRADING ist für alle geeignet, die das Musterdepot als Inspiration nutzen, Trades mit beispielsweise 10.000 Euro nachhandeln oder sich durch Trading-Ideen zu eigenen Recherchen anregen lassen möchten. Stopp- und Zielkurse geben Struktur – für erste Erfahrungen und zur Vertiefung vorhandener Kenntnisse.
Während des kostenlosen Testzeitraums von 14 Tagen erhalten Teilnehmer exklusiv Zugang zu allen seit Januar verfassten Beiträgen, historischen und aktuellen Trades sowie zum aktuellen Musterdepot, direkt auf Telegram. Acht MASTERMIND TRADING-Werte liegen derzeit im Plus. Dieser Einblick bietet erheblichen Mehrwert. Es gibt meiner Meinung nach keinen rationalen Grund, die kostenlosen 14 Tage nicht zu nutzen und sich nicht selbst anzuschauen, wie wir bei MASTERMIND TRADING vorgehen.
Jetzt einmalig 14 Tage kostenlos testen!
Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 37/2026 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.
Weitere Informationen zum Börsendienst MASTERMIND TRADING finden Sie hier.
Heute, 08:00
Bei Google bevorzugen