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20.04.2021 Nikolas Kessler

Krypto-Wahnsinn: Apokalyptische Prognose für Dogecoin

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Bitcoin

Der Bitcoin hat sich seit Jahresbeginn in der Spitze mehr als verdoppelt und in der Vorwoche bei 64.863 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Der Dogecoin – inzwischen auf Platz 5 der größten Kryptowährungen nach Market Cap – schlägt diese Entwicklung allerdings um Längen und ist im selben Zeitraum um bis zu 8.700 Prozent im Wert gestiegen. Für die weitere Entwicklung der Spaß-Kryptowährung sieht dieser Experte allerdings schwarz.

„Ich sehe den Dogecoin eher als spekulative Wette, da er wahrscheinlich implodieren wird, wenn die Blase eines Tages platzt“, sagt Eddie Ghabour, Buchautor und Managing Partner der Key Advisors Group, in einem Interview mit Yahoo Finance. Natürlich seien Dogecoin und viele weitere Altcoins wegen der enormen Kursbewegungen ein spannendes Gesprächsthema. „Aber ich erachte sie nicht als echte Vermögenswerte“, so die Meinung des Analysten.

„Ich betrachte den Kryptomarkt genau wie die Tech-Blase in den 1990er-Jahren.“ Diese sei im März 2000 geplatzt und so etwas werde wieder passieren. „Wir befinden uns wieder in einer Blase. Das ist der Grund, warum die Preise vieler Assets so stark steigen. Und Krypto ist nun einmal die spekulativste aller Anlageklassen“, sagt Ghabour.

Quelle: coinmarketcap.com

Glänzende Zukunft für Bitcoin und Ethereum

Ihn deshalb als Krypto-Skeptiker abzustempeln, würde allerdings zu kurz greifen. Denn speziell Bitcoin und Ethereum traut er in Zukunft trotzdem gute Entwicklungschancen zu – und zwar nicht nur auf Sicht der kommenden Monate, sondern für „viele, viele Jahre“. Einer der Gründe: Im Gegensatz zu Dogecoin entwickelten sie sich gerade zu einer Assetklasse, die auch institutionelle Investoren mehr und mehr für sich entdecken.

Anleger, die im Kryptobereich aktiv werden, müssten allerdings eine hohe Risikobereitschaft mitbringen, so der Anlageexperte. Denn kurzfristige Kursbewegungen um 20 oder 30 Prozent in beide Richtungen seien hier normal. Auch wenn es Überwindung koste zu kaufen, wenn alles zu crashen scheint: Er selbst habe den Rücksetzer am vergangenen Wochenende genutzt, um in seinem privaten Krypto-Portfolio nachzukaufen.

Auf Sicht der nächsten Quartale dürften Bitcoin und Ethereum weiterhin zu den renditestärksten Anlageoptionen gehören, so Ghabour. Und selbst wenn irgendwann wieder ein großer Crash wie nach der Rallye 2017 kommt, würden diese beiden nicht komplett kollabieren.

Quelle: coinmarketcap.com

Die Kursentwicklung von Dogecoin ist unglaublich und muss auf dem aktuellen Niveau noch nicht zu Ende sein. In Onlineforen kursiert seit Monaten das Kursziel von einem Dollar pro DOGE. Mit dem immer steileren Anstieg wächst jedoch auch das Risiko eines heftigen Rückschlags – zumal die Kryptowährung nur geringen praktischen Mehrwert bietet und im Gegensatz zum Bitcoin inflationär ist. Daher sollten hier höchstens sehr risikofreudige Anleger einen kurzfristigen Trade wagen.

Wer längerfristig am Kryptomarkt aktiv werden will, sollte dagegen auf die Schwergewichte Bitcoin und Ethereum setzen. Auch hier kann es zeitweise kräftig rumpeln, die langfristigen Aussichten stimmen aber.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin, Ethereum.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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