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Fraport geht in Brasilien leer aus – Fielmann bricht ein: Außerdem Deutsche Telekom, Dürr, Fielmann, Hamburger Hafen und Lufthansa im Fokus

Fraport geht in Brasilien leer aus – Fielmann bricht ein: Außerdem Deutsche Telekom, Dürr, Fielmann, Hamburger Hafen und Lufthansa im Fokus
Foto: Börsenmedien AG
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07.02.2012, 11:45 ‧ Steffen Eidam
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Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstag schwächer. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,6 Prozent tiefer bei 6.721 Punkten. Nach wie vor hält das Thema Griechenland die Börsen in Atem. Gestern hat sich das Parlament in Athen auf eine Entlassung von rund 15.000 Staatsbediensteten geeinigt. Die Verhandlungen über weitere Kosteneinsparungen sollen heute fortgesetzt werden. Zeitgleich regt sich massiver Protest in der Bevölkerung. Aufgrund zahlreicher Streiks ist mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben zu rechnen.

Telekom-Tochter setzt auf Billiglöhner

Neben einem Jobabbau setzt die Deutsche Telekom auf eine Reduzierung der Arbeitslöhne. Dies soll bei der IT-Tochter T-Systems mit der Verlagerung in Billiglohnländer vollzogen werden. Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, dass der Produktionsanteil der Programmierer und Techniker in Ländern mit besonders günstigen Löhnen von aktuell rund ein Viertel auf 40 bis 50 Prozent im Jahr 2015 ausgedehnt werden soll. Dementsprechend soll ein Teil der Arbeit hierzulande vor allem "bei Freiberuflern und Partnerfirmen, aber auch Mitarbeitern" wegfallen. Von betriebsbedingten Kündigungen will der Konzern aber Abstand nehmen.

Rekordergebnis bei Dürr

Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr blickt auf das beste Jahr seiner Firmengeschichte zurück. Der Umsatz stieg  auf 1,9 Milliarden Euro, ein Plus von 50 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 105 Millionen Euro.  Vorstandsmitglied Ralf Dieter blickt optimistisch in die Zukunft: Der Auftragseingang verzeichnete zuletzt neue Rekordmarken. Betrug der Auftragseingang in China im Jahr 2005 knapp 145 Millionen Euro, konnte Dürr im laufenden Jahr Aufträge für rund eine Milliarde Euro an Land ziehen.

Leichtes Plus bei Fielmann

Die Optikerkette Fielmann hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 5,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro ausgebaut. Im gleichen Zeitraum zog das Vorsteuerergebnis um knapp ein Prozent auf 172 Millionen Euro an, während sich der Jahresüberschuss um 2,6 Prozent auf 124 Millionen Euro verbesserte. Die Zahl der verkauften Brillen zog von 6,46 auf 6,74 Millionen Euro an und auch der Marktanteil von Fielmann verbesserte sich leicht um ein Prozent auf 49 Prozent an.  

Fraport scheitert in Brasilien

Der Flughafenbetreiber Fraport geht bei der Auktion um den Betrieb des brasilianischen Flughafens Guarulhos in Sao Paulo leer aus. Als Gewinner ging das Konsortium um Invepar und Airports Company South Africa aus der Auktion hervor, deren Offerte rund ein Viertel über dem Gebot der Frankfurter und ihres Partners EcoRodovias in Höhe von umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro lag. Beim Wettstreit um den Flughafen der Hauptstadt Brasília und dem Viracopos-Flughafen in Campinas bei São Paulo waren die Frankfurter ebenfalls unterlegen.

Hamburger Hafen legt zu

Der Hafenbetreiber HHLA konnte vor allem dank des florierenden Handels in Asien und Osteuropa im vergangenen Jahr zulegen. So kletterte der Umsatz der Sparte Hafenlogistik um knapp 150 Millionen auf rund 1,19 Milliarden Euro. Gleichzeitig zog das EBIT um 15 auf 195 Millionen Euro. Im gesamten Konzern stieg der Umsatz auf 1,215 nach 1,068 Milliarden Euro. Das EBIT stieg von 193 auf 205 Millionen Euro.

Lufthansa nimmt Entlassungen ins Visier

Die Deutsche Lufthansa will sich von Teilen seines Mitarbeiterstabs trennen. Demnach soll das neue Sparziel von 1,5 Milliarden Euro auch mit einem Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung und strafferen Konzernstrukturen erreicht werden, so Firmenlenker Christoph Franz gegenüber der Rheinischen Post. Franz will den Arbeitnehmervertretern heute Details über die Sparmaßnahmen vorlegen.

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