Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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11.12.2020 Nikolas Kessler

Bitcoin: „Diesmal ist alles anders“ – US-Versicherer kauft für 100 Millionen Dollar

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Bitcoin

Die Kursgewinne des Bitcoin in den vergangenen Wochen erinnern auf den ersten Blick stark an die Rekordfahrt Ende 2017, als der Bitcoin im Bereich von 20.000 Dollar sein Allzeithoch erreicht hat. Allerdings gibt es einen großen Unterschied: Heute sind es auch viele institutionelle Investoren, die mit großen Kauforders den Kurs bewegen.

„Der Typus der Investoren bei diesem Bullrun ist diesmal ein ganz anderer“, sagte Krypto-Urgestein Tyler Winklevoss in einem Interview mit CNBC. Diese Rallye sei nicht von Privatanlegern getrieben. „Es sind die etabliertesten Investoren, die klügsten Menschen im Raum, die im Stillen Bitcoin kaufen.“

US-Versicherer investiert 100 Millionen

Aktuelles Beispiel: Der 169 Jahre alte Traditionskonzern Massachusetts Mutual Life Insurance (MassMutual) hat über seinen Investment-Fonds jüngst Bitcoin für 100 Millionen Dollar gekauft. Zudem hat sich der US-Versicherer laut Bloomberg am Krypto-Dienstleister NYDIG beteiligt, der die Bitcoin-Bestände von MassMutual treuhänderisch verwalten wird.

Im 235 Milliarden Dollar schweren Portfolio des Konzerns macht der Bitcoin lediglich 0,04 Prozent aus, doch der Symbolwert ist enorm. Zudem könnte die Position in Zukunft ausgebaut werden. „Wir sehen diese initiale Investitionen als ersten Schritt und werden – wie bei allen Investments – künftige Chancen prüfen“, sagte MassMutual-Sprecherin Chelsea Haraty.

Zuvor hatten börsennotierte Unternehmen wie Square und MicroStrategy bereits signifikante Anteile ihrer Cash-Bestände in Bitcoin investiert und auch die Family Offices der Superreichen haben die Kryptowährung für sich entdeckt. Nach Informationen von Bloomberg hat der Bitcoin Trust des Vermögensverwalters Grayscale zuletzt Mittelzuflüsse von zwei Milliarden Dollar verzeichnet – während aus Gold-Fonds sieben Milliarden abgeflossen sind.

Bei Ausbruch: Hype!

Das deckt sich mit den Beobachtungen, die Winklevoss gemacht hat: Anders als 2017 stehe nicht die Angst, etwas zu verpassen („fomo“) im Vordergrund, sondern längerfristige Spekulationen auf steigende Kurse und die Absicherung gegen drohende Inflation. „Fomo“ und ein neuer Hype unter den Privatinvestoren dürften aber spätestens dann zurückkehren, wenn der Bitcoin die wichtige 20.000er-Marke nachhaltig knackt.

Trotz der aktuellen Konsolidierung rechnet DER AKTIONÄR mittel- und langfristig weiterhin mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und neuen Höchstständen. Wer bereits investiert ist, bleibt dabei. Risikobewusste Neueinsteiger greifen bei einer Kursstabilisierung zu.

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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